Wiesel arbeiten in den Osterferien

Wiesel arbeiten in den Osterferien

Wiesel in den Osterferien wieder draußen aktiv
Wie schon in den Vorjahren in den Ferien, diesmal in den Osterferien, war wieder eine Gruppe der älteren Wiesel, Jugendliche und zum Teil bereits junge Männer der Natur-schutzringnachwuchsgruppe, bei Landschaftspflegearbeiten in den Feldgemarkungen, in verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Ehringshausen aktiv. Insgesamt waren fünf Jungs und zwei Mädchen beteiligt; außerdem die Betreuer Thomas Groos, Robert Mann und Helmut Weller. Diese verrichten die Betreuungsarbeit ehrenamtlich bzw. bekommen eine kleine Aufwandsentschädigung, zum Beispiel für den Einsatz von Fahrzeugen. Die Betreuer geben immer auch Informationen zum Sinn der Maßnahmen. Es waren allerlei Kleinarbeiten, in erster Linie auf Gemeindegrundstücken zu verrichten. Immer geht es darum, kleine Lebensräume für Tiere und Pflanzen in der Gemeinde zu erhalten oder zu verbessern. So wurde Astwerk von Baumschnittmaßnahmen auf Gemeindeobstwiesen beseitigt, Aschehaufen von Feuerstellen zur Schwarzdornbeseitigung auf Magerrasen entfernt, Steinhaufen als Unterschlupf für Reptilien und Amphibien angelegt, nicht mehr benötigte Schutzvorrichtungen an Erlen im Lemptal entfernt und vor ein paar Wochen gepflanzte beerentragende Bäume und Sträucher gewässert. Die Arbeiten sind nicht nur im oben genannten Sinne hilfreich für die Natur, sie machen den Beteiligten auch Spaß. Weiter geht es voraussichtlich in den großen Sommerferien.
"Vogelstimmenwanderung"

"Vogelstimmenwanderung"

Vogelstimmenwanderung 2019
Mit dem Ornithologen Jan Heckmann in Greifenthal unterwegs
Zur schon traditionellen Vogelstimmenwanderung in immer verschiedenen Ortsteilen der Großgemeinde hatte der Naturschutzring Ehringshausen (NRE) in diesem Jahr nach Greifenthal eingeladen. Trotz kühler Temperaturen, morgens zeigte das Thermometer zwei Grad unter Null, fanden annähernd 25 an der Vogelwelt Interessierte den Weg nach Greifenthal. Auf dem Dorfplatz im Unterdorf konnte der Vorsitzende des NRE außer den Wanderern auch den fachkundigen Leiter der Exkursion, Jan Heckmann aus Breitscheid begrüßen. Vom Dorfplatz aus ging es über den Grünen Platz in Richtung Wald. Schon im Dorf lernten die Teilnehmer die Vogelstimmen von sich gerne innerorts aufhaltenden Vögeln, wie dem Hausrot-schwanz kennen. Wie immer gab es sachkundige Informationen zu den jeweils zu hörenden bzw. auch zu sehenden Vogelarten. Insgesamt war es aufgrund der niedrigen Temperaturen relativ ruhig. An der Feld/ Wald-Grenze wärmte die allmählich an Höhe gewinnende Sonne allerdings die Wanderer, und die Anzahl der singenden Vögel nahm zu. Bemerkenswert war die Vielzahl der festgestellten Mönchsgrasmücken; diese Vogelart scheint immer mehr zuzunehmen, wogegen andere Arten, besonders die Vertreter der Feldfluren, immer mehr abnehmen. Aus dieser Gruppe hatte man auf die Sichtung/ den Gesang des Vogels des Jahres, der Feldlerche gehofft, was der Wandergruppe aber leider nicht vergönnt war. So mussten sich die Teilnehmer mit Informationen zu der Lerche sowie einem für alle bereit gehaltenen Informationsheft zufrieden geben. Die unterhaltsame und lehrreiche Wanderung endete nach zweieinhalb Stunden Marsch an der Grillhütte von Greifenthal, wo seitens des Naturschutzringmitglieds Hans-Jürgen Hilk aus Dreisbach sowie einem Freund von ihm bereits schmackhafte Wildbratwürstchen (Wild aus der Region) auf dem Holzkohlegrill vorbereitet waren. Bei diesem leckeren Imbiss, einem Umtrunk und lockeren Fachgesprächen klang die schöne Sonntagmorgen-Veranstaltung aus.
"Frühlingsbasteln mit Naturmaterialien"

"Frühlingsbasteln mit Naturmaterialien"

Frühlingsbasteln mit Naturmaterialien
Pünktlich zum Frühlingsbeginn trafen sich auf Einladung des Naturschutzring Ehringshausen bzw. über die Mailgruppe „Naturschutzring und Freunde“ mehr als zehn Frauen bei der Grillhütte in Kölschhausen, um unter Anleitung von der Floristin Susanne Herr aus Dreisbach schöne Frühjahrsdekorationen aus Naturmaterialien zu basteln. Organisiert hatte die Aktion Monika Weller aus Daubhausen. Bei gutem Wetter, allerdings ein wenig windig, hatten alle ihren Spaß. Kreative drei Stunden waren im Nu vorbei. Alle freuten sich über die gelungenen kleinen Kunstwerke und gingen mit dem Wunsch auseinander, solche und ähnliche Veranstaltungen auch in Zukunft durchzuführen. Wer über die Aktivitäten des Naturschutzrings informiert werden möchte (ohne den Zwang Mitglied zu werden), meldet mit über die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
"Aktion sauberes Lemptal"

"Aktion sauberes Lemptal"

Aktion Sauberes Lemptal mit Rekordbeteiligung
Am letzten Samstag, den 09. März 2019, war es wieder soweit. Die mittlerweile schon traditionelle Müllsammelaktion im Lemptal und in den Seitentälern der Lemp, geleitet von Naturschutzring-Vorstandsmitglied Ulrich Hild, unterstützt von den Betreuerinnen/ Betreuern Heike Gimmler, Carmen Schäfer, Peter Pfaff und anderen, stand auf dem Programm der Naturschutzring-Nachwuchsgruppe. Dem Aufruf zu der Aktion waren über 40 Kinder und Erwachsene gefolgt. In Kleingruppen schwärmten die fleißigen Helfer aus, um den von unverantwortlich handelnden Mitmenschen in der Landschaft zurück gelassenen Unrat einzusammeln. Positiv festzustellen war, dass die Menge der „Großmüllablagerungen“ zurückgegangen ist. Negativ dagegen die unverändert große Menge von Zigaretten- und Plastikverpackungen, insbesondere von Fastfood-Verpflegung. Auch jede Menge Flaschen – sogar solche mit Pfandanspruch – wurden von den fleißigen Helfern gesammelt. Wegen der teilweise rücksichtslosen und rasanten Fahrweise von einigen Autofahrern, die gar riskante Überholmanöver in der Nähe der Müllsammler vorführten, ist zu überlegen, ob die Kinder und erwachsenen Helfer zukünftig überhaupt noch entlang der Straßen den Müll einsammeln können. Positiv festzustellen war die zustimmende und freundliche Akzeptanz der Sammelaktion bei der Bevölkerung in den Lemptal-Gemeinden. Ein Dank gilt außer allen Helfern und Betreuern auch den Mitarbeitern des Gemeinde-Bauhofs, die für die endgültige Entsorgung des gesammelten Mülls auf die Abfall-Deponie sorgen werden. Ein Dank auch dem Gemeindevorstand, der einen Zuschuss für den verdienten kleinen Imbiss aller NR-Helferinnen und Helfer am Ende der Veranstaltung bewilligt hatte.
"Obstbaum-Schnittlehrgang"

"Obstbaum-Schnittlehrgang"

Naturgemäßer Obstbaumschnitt“
Angebotener Kurs findet reges Interesse Bei seinem Bestreben alte Obstbäume auf Obstwiesen für den Artenschutz zu erhalten, stoßen die Aktiven des Naturschutzrings (NRE) immer wieder, wie auch andere Mitbürger die möglichst lange gesundes Obst ernten wollen, auf das Thema „fachgerechter Obstbaumschnitt“. Aus diesem Grund hatte der NRE nun einen auf zwei Tage verteilten Kurs „Naturgemäßer Obstbaumschnitt“ angeboten. Die Anzahl der Teilnehmer war auf 15 Personen beschränkt. Diese kamen am letzten Freitagabend im Treffpunkt Bahnhofstraße zusammen, um zunächst einiges Wissenswertes zur Theorie zu erfahren. Als besonders sachkundige Kursleiter erwiesen sich Elgin Pfeiffer, Baumwartin des Obst- und Gartenbauvereins Daubhausen und Thomas Groos, Vorsitzender der Vogel- und Naturschutzgruppe Niederlemp sowie im Landschaftsbau arbeitender Kleinunternehmer. Beide haben sich auf dem Spezialgebiet des naturgemäßen Schnitts intensiv weitergebildet. In der Theorie wurden unter anderen grundsätzliche Begriffe wie „Stammverlängerung“, „Leitäste“, „Erziehungs- und Erhaltungsschnitt“ vermittelt. Auch gab es Informationen zu den Schnittwerkzeugen und wie man sie am besten sauber hält. Am folgenden Samstagmorgen konnten die Kursteilnehmer dann die erlernten Kenntnisse in die Praxis umsetzten. Dazu traf man sich auf der gemeindeeigenen, vom NRE angepachteten Obstwiese „Auf dem Leimenfresser“ in Katzenfurt. Es wurde allerdings deutlich, dass die Anwendung doch einiger Überlegungen und Übungen bedarf. Trotzdem konnten einige der zahlreichen Obstbäume auf der Fläche in einen besseren Zustand versetzt werden. Zum Schluss waren alle zu „Woscht und Weck“ sowie Apfelsaft von den Äpfeln heimischer Obstwiesen eingeladen. Der Vorsitzende des NRE, Helmut Weller dankte den Kurleitern für ihre unentgeltliche Tätigkeit mit einem kleinen Präsent.
Kreativnachmittag Wildkatze

Kreativnachmittag Wildkatze

Kreativnachmittag in Sachen „Wildkatze“
Eine Zusatzveranstaltung außerhalb der im Jahresprogramm der Wiesel vorgesehenen Aktivitäten wurde am letzten Freitag neun Kindern, zum Teil neue Wiesel, im Gruppenraum des Naturschutzrings im Treffpunkt Bahnhofstraße Ehringshausen angeboten. Die Wieselmama Julia Kaiser hatte sich allerhand zu dem Thema einfallen lassen und einiges zum Basteln liebevoll vorbereitet. Bei der Betreuung der Kinder wurde sie tatkräftig von Danie Herbel und Monika Weller unterstützt. Zunächst gab es eine Wiederholung des schon gelernten Wissens über die Wildkatze, wobei die Betreuerinnen erstaunt waren, wie viel des schon vermittelten Stoffs in den Köpfen der Kinder hängen geblieben ist. Das zeigte sich auch bei einem zwischendurch spielerisch im Hof durchgeführten Quiz, bei dem fast alle Fragen richtig beantwortet wurden. Die Hauptaufgabe für die Kinder bestand an dem Nachmittag in der Anfertigung einer Wissensmappe zur Wildkatze. Dazu musste ausgeschnitten, gelfaltet, geklebt und gemalt werden. Nach zwei Stunden waren die Werke fertig, und alle mächtig stolz auf ihre Exponate. Die nächste Wieselveranstaltung ist für Samstag, den 9. März, Beginn 10.00 Uhr geplant. Dann ist das schon traditionelle Müllsammeln im Lemptal angesagt. Treffpunkt ist die Grillhütte Kölschhausen. Eine Erinnerung an die Veranstaltung mit der Bitte um Anmeldung folgt in Kürze an alle Wiesel, Eltern und Betreuer.
"Wilde Katze und wilder Wald"

"Wilde Katze und wilder Wald"

Auftaktveranstaltung der Wiesel
Die Wiesel haben mit ihren Aktivitäten im Jahr 2019 begonnen. Die erste Veranstaltung galt dem Jahresthema „Wald und Wildkatze“. Zwölf Kinder, einige Mütter und Betreuer kamen im Treffpunkt Bahnhofstraße zusammen, um gemeinsam einen interessanten Nachmittag zu verbringen. Zunächst gab es einen bebilderten Einführungsvortrag vom Leiter der Wieselgruppe, Helmut Weller, mit dem Titel „Wilde Katze und Wilder Wald“. Mit Hilfe eines mitgebrachten Wildkaterpräparats und der Bilder bekamen die Kinder Infor-mationen wie sich Haus- und Wildkatze unterscheiden, wie man eine Wildkatze erkennt, wo sie lebt, was sie frisst, was ihre Feinde sind und warum es so wichtig ist, für einen guten Lebensraum, nämlich für einen reich strukturierten und altholzreichen Wald zu sorgen. Außerdem wurde die Methode zum Auffinden der Wildkatze in unseren Wäldern erläutert. In der Pause gab es ein paar süße Überraschungen und Kinderpunsch für alle. Anschließend wurden im Hof des Treffpunkts Bahnhofstraße, dem Domizil des Naturschutzrings, Spiele durchgeführt, unter anderem „Katze und Maus“ sowie ein Riechspiel, zum Erkennen des Lieblingsdufts der Wildkatzen, dem der Heilpflanze Baldrian. Zum Schluss sahen alle noch einen besonders informativen Film zur Wildkatze. Das Thema „Wildkatze“ wird nun vertieft. Am letzten Samstag hat ein Monitoring, eine Aktion zum eindeutigen Nachweis der Tiere in unseren Wäldern, insbesondere im großen Waldgebiet der „Hörre“, begonnen, sofern welche angetroffen werden. Daran beteiligen sich mehrere Kinder und ihre Eltern in Kleingruppen. Sie kontrollieren nun wöchentlich an bestimmten Stellen im Wald aufgestellte und mit Baldrian eingesprühte Lockstöcke, die gerne besonders von den Kudern (männliche Wildkatzen) aufgesucht werden. Beim Reiben an den Stöcken lassen sie Haare zurück, die von den Lockstockbetreuern gesammelt, und später zur gentechnischen Untersuchung an das Senckenberg-Museum Frankfurt, Außenstelle Gelnhausen geschickt werden. Alle sind riesig gespannt, ob ein oder mehrere Nachweis/e erbracht werden können. Mit den Wieselaktivitäten zu dem genannten Thema geht es bereits am Samstag, den 9. Februar 2019 weiter. Dann ist der Naturschutzringnachwuchs mit dem Förster im Wald unterwegs. Spielerisch lernen die Kinder eine Menge über diesen nicht nur für die Wild-katze wichtigen Lebensraum. Außerdem gibt es verschieden Spiele zur Unterhaltung und zum Toben. Beginn ist um 14.00 Uhr mit dem Treffen beim Treffpunkt Bahnhofstraße (TB). Es sind nicht nur die Mitglieder der Wieselgruppe eingeladen; mit können auch andere interessierte Kinder aus Ehringshausen. .
Ferienaktivitäten der großen Wiesel

Ferienaktivitäten der großen Wiesel

Große Wiesel in den Ferien aktiv
In Fortsetzung der Landschaftspflegearbeiten in den Sommerferien (an zahlreichen Tagen fast über die komplette Zeit der großen Ferien) fand vor etwa zwei Wochen, in den Herbstferien ein weiterer Einsatz in der Natur mit den Kindern bzw. allmählich Jugendlichen der Naturschutzringgruppe „Die Wiesel“ statt. Auch hierbei ging es um die Umsetzung von Maßnahmen zum Erhalt oder zur Zustandsverbesserung von kleinen Lebensräumen in den Kulturlandschaft unserer Gemeinde. So war bei dem Herbsteinsatz zunächst ein Lesesteinhaufen auf der gemeindeeigenen, vom Naturschutzring gepachteten Obstbaumwiese „Auf dem Leimenfresser“ in Katzenfurt anzulegen. Mit viel Elan wurden die am Rand der Fläche abgekippten Steine aufgenommen und weiter talwärts an einer gut geeignet erscheinenden Stelle aufeinander geschichtet. In Höhe des Geländes wurde vorher eine kleine Grube ausehoben, mit Sand gefüllt und dieser mit Reisig überdeckt. Die Anlage dient den auf der Obstwiese vorkommenden Kriechtieren, besonders Reptilien wie Zauneidechse und Blindschleiche als Unterschlupf und zur Überwinterung. Nach Vollendung des Lesesteinhaufens ging es weiter nach Kölschhausen ins Schmidtbachtal. Hier wurden auf einer Feuchtwiese, Pachtfläche der Vogel- und Naturschutzfreunde Kölschhausen, aus Samen gezogene Teufelsabbisspflanzen gesetzt. Damit soll die Wiese blütenreicher werden, was ein ganz klein wenig dem anhaltenden Rückgang der Blumen und Insekten entgegen wirken kann. Alles in allem wieder ein gelungener Arbeitseinsatz, der sowohl den Kindern, wie auch den Betreuern richtig Spaß gemacht hat. Auch im nächsten Jahr ist diesbezüglich einiges geplant. Mehr Infos dazu in Kürze bei der Vorstellung des „Wiesel-Jahresprogramms 2019“.
Link zum Bericht über die Wiesel vom hr Fernesehen vom 05.10.2018

Link zum Bericht über die Wiesel vom hr Fernesehen vom 05.10.2018

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/alle-wetter/sendungen/alle-wetter-lotterie-genau-obstwiese-tageslaenge-und-sonnenstunden-sicherheit-im-herbst,sendung-44164.html

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4. Ehringshäuser "Apfel- und Kartoffelfest"

4. Ehringshäuser "Apfel- und Kartoffelfest"

Kartoffelernte

Kartoffelernte

29. September 2018 - Großeinsatz der Wiesel bei der Kartoffelernte
Mittlerweile ist der Kartoffelanbau ein fester Bestandteil im Jahresprogramm der Wiesel. Dies geht allerdings nur, weil die Familie Böhm aus Dillheim jedes Jahr aufs Neue ein Stück Ackerland ihres Ökobetriebes zur Verfügung stellt. Dafür dankt der Naturschutzring Böhms sehr herzlich! Nach dem extrem trockenen Sommer galt es nun nachzuschauen, ob die im zeitigen Frühjahr in die Erde gebrachten Setzkartoffeln überhaut Früchte getragen hatten. Einem kurzfristig einberufenen Erntetermin folgten viele Wieselkinder, viele mit Eltern sowie einige Betreuer. So konnte man zwischenzeitlich bis zu 35 Erntehelfer auf dem Acker zählen. Durch diese Großaktion waren innerhalb einer Zeit von nur etwa drei Stunden Erdäpfel in 25 Reihen geerntet. Alle staunten nicht schlecht, dass trotz fehlendem Wasser allerhand Kartoffeln gereift waren. Die Früchte sind zwar überwiegend klein, aber besonders schmackhaft. Dies gilt für alle der fünf angebauten Sorten: Belana, Allians, Rote Laura, Mariola und Bamberger Hörnchen. Zum Abschluss wurden alle Helfer von der Familie Böhm mit einer zünftigen Brotzeit belohnt. Ein kleiner Teil der Ernte konnte beim 4. Apfel- und Kartoffelfest als Gourmetkartoffeln verkauft werden.
Große Wiesel helfen Lebensräume zu erhalten 2

Große Wiesel helfen Lebensräume zu erhalten 2

Große Wiesel helfen Lebensräume zu erhalten

Große Wiesel helfen Lebensräume zu erhalten

26.07.2018

In den Ferien draußen aktiv - Große Wiesel helfen Lebensräume zu erhalten Insgesamt sechs Jugendliche aus der Naturschutzring - Kinder- und Jugendgruppe „Die Wiesel“ waren fast über die gesamten sechs Wochen der Sommerferien verteilt, in unterschiedlichen Gruppen und mit unterschiedlichen Einsatzstunden auf Gemeindegrundstücken und auf einem Privatgrundstück in der Landschaftspflege im Einsatz. In der Regel war Heu oder sonstiges Schnittgut von Obst- und Nasswiesen sowie von Magerrasenflächen abzurechen. Infolge der anhaltenden Trockenheit mussten aber auch junge Obstbäume gewässert werden. Die Einsatzorte liegen in den Ortsteilen Katzenfurt, Daubhausen, Kölschhausen, Breitenbach, Dreisbach und Niederlemp. In der Summe wurden von den Jungs und einem Mädchen über 100 Stunden geleistet. Für die Betreuung waren die Naturschutzringmitglieder Uli Hild, Robert Mann, Thomas Groos und Helmut Weller zuständig. Bei den Arbeiten gab es immer auch Interessantes aus der Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. So konnte auf einer Obstwiese in Katzenfurt ein Hermelin hautnah beobachtet und fotografiert werden und in Breitenbach wurden Eidechsen, Blindschleichen und sogar eine Ringelnatter angetroffen. Überall waren bunte Schmetterlinge und andere Insekten augenfällig unterwegs. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die sinnvolle Beschäftigung der Wiesel dazu beigetragen hat, für die Gemeinde und allgemein wichtige Lebensräume in den Außenbereichen der Gemeinde Ehringshausen zu erhalten. Die Jugendlichen haben gelernt, dass intakte Biotope nur durch die Nachahmung einer alten, traditionellen Landwirtschaft erhalten werden können. Voraussichtlich wird es Einsätze auch in den Herbstferien geben.
Naturschutzring gewinnt 5.000 Euro

Naturschutzring gewinnt 5.000 Euro

GENAU-Umweltlotterie trifft genau

Vor ein paar Tagen erreichte uns die Nachricht, dass wir aus der Hessischen Umweltlotterie GENAU 5.000 € als Zusatzgewinn erhalten. Wir haben uns riesig gefreut! Das Geld soll für verschiedene Dinge im Zusammenhang mit unserem seit einigen Jahren laufenden Projekt "Obstwiese" angelegt werden. So ist unter anderem der Ankauf eines Mähgerätes für die Mahd von solchen Wiesen, wie auch die Anschaffung einer Obstmühle und einer Presse für die Apfelsaftherstellung im Herbst geplant. Ob es zum Ankauf eines Grundstücks in Breitenbach und die Anlage einer Obstwiese darauf kommt, steht derzeit noch nicht fest. Es gibt noch andere Grundstücksoptionen. Insgesamt wird der Gewinn für das oben genannte Projekt verwendet!
2018 05 28 Arnika 2

2018 05 28 Arnika 2

Arnika Pflanzaktion in Dreisbach

Arnika Pflanzaktion in Dreisbach

28.05.2018

Früher hat es vermutlich Arnika, auch Bergwohlverleih genannt, lateinisch arnica montana, auf den Magerrasenflächen/ Borstgrasrasen in unserer Gegend gegeben, so auch auf dem Seeberg bei Dreisbach. Durch das Fehlen einer relativ intensiven Beweidung mit Kleinvieh und der damit einhergehenden stärkeren Begrünung (Vergrasung) der Flächen, bis hin zu einer Verbuschung ist ein Rückgang der schönen, gelb blühenden Heilpflanze, bzw. ihrem vollständigen Verschwinden eingetreten. Um hier eine Änderung herbeizuführen gibt es derzeit im Lahn-Dill-Kreis eine von der überaus aktiven Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill e.V. (lpv) angestoßene Aktion zur Wiedereinbürgerung/ stärkeren Verbreitung von Arnika im Lahn-Dill-Bergland. Dafür werden eine Anzahl von im Botanischen Garten Marburg, aus gewonnenem Samen von Reststandorten der Region gezogene Setzlinge an geeigneten Standorten ausgebracht. Die Aktion wird auch von der Hochschule Geisenheim begleitet. Der Vorschlag zur Auspflanzung auch in Ehringshausen, und zwar im Trockenrasengebiet „Seeberg“ bzw. „Bergel“ bei Dreisbach wurde von der lpv an ihren Mitgliedsverein Naturschutzring Ehringshausen (NRE) herangetragen und dort sofort aufgegriffen. Zu einem spontan einberufenen Arbeitseinsatz am letzten Montag kamen fast 20 Helfer zusammen. Unter fachkundiger Anleitung des lpv-Geschäftsführers Günter Schwab sowie tatkräftiger Mithilfe des lpv-Vorsitzenden und gleichzeitigen Bürgermeisters von Sinn, Hans-Werner Bender waren in einer Zeit von weniger als zwei Stunden 325 Pflanzen gesetzt. Maßgebend für den Erfolg wird nun das regelmäßige Wässern der Pflanzen bis zum gesicherten Anwachsen sein. Dafür hat der Bauhof der Gemeinde Ehringshausen zwischenzeitlich in unbüro-kratischer Form ein großes Wasserfass auf den Seeberg gebracht und dort befüllt. Um das Gießen wollen sich nun junge Leute aus Dreisbach kümmern. Alles in allem eine klasse Aktion! Der NRE dankt allen beteiligten. Hoffen wir die Arnika so wie auf dem nachstehen-den Blumenbild abgebildet, auch bei uns bald blühen zu sehen.
Vogelstimmenwanderung

Vogelstimmenwanderung

10. Mai 2018 - Vogelstimmen- und naturkundliche Wanderung 2018
Eine sehr interessante und harmonisch verlaufende Wanderung durch die Natur erlebten mehr als 35 Teilnehmer am Donnerstagmorgen in Ehringshausen-Dreisbach. Nach einem etwas verregneten Start bei einem anziehenden Gewitter am Beginn der Veranstaltung ging es am Westhang des Seeberges hinauf zum Hausberg der Dreisbacher. Schon auf diesem Weg konnte der wieder für die Erläuterung der Vogelstimmen zuständige und ornithologische Kenntnisse vermittelnde Fachmann Jan Heckmann aus Breitscheid auf zahlreiche gefiederte Freunde hinweisen. Insgesamt konnten 41 Vogelarten verhört sowie zum Teil gesehen werden, darunter auch mittlerweile selten gewordene Arten wie Gartenrotschwanz, Bluthänfling und Rotmilan. Auch der Vogel des Jahres, der Star konnte entdeckt werden. Informationen speziell dazu wurden durch eine allen angebotene Broschüre vermittelt. Am Seeberghang und auf dem Berg gab es naturkundliche Erläuterungen zu alten Hutebuchen und zu dem nicht unbedeutenden Magerrasenvorkommen sowie der notwendigen Pflege des Gebietes. Nach etwa 2,5-stündiger Wanderung mit vielen Zwischenstopps klang die Veranstaltung bei Wildbratwurst aus der Region und einem Umtrunk aus.
Hoher Besuch in der Wieselwerkstatt

Hoher Besuch in der Wieselwerkstatt

08.03.2018 - Rekordbeteiligung bei der Aktion „Sauberes Lemptal“

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter den Wieseln! Zunächst gab es am letzten Donnerstag hohen Besuch in der Wiesel-Werkstatt. Im Zusammenhang mit der Besichtigung des Treffpunkt Bahnhofstraße, der auch das Domizil des Naturschutzringes Ehringshausen (NRE) ist, stattete die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz dem Werkraum der Kindergruppe „Die Wiesel“ einen Besuch ab. Mit dabei auch der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster und der Bürgermeister von Ehringshausen, Jürgen Mock sowie diverse Behördenvertreter, die für die Entwicklung des ländlichen Raums zuständig sind. Die Ministerin mit ihrem Anhang informierte sich über die sicher über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus einzigartige Einrichtung. Vier Kinder und ihre Betreuer waren dabei verschiedene Insektennisthilfen zu bauen, startet die Flugsaison der Insekten doch schon in Kürze. Am Ende der Besichtigung wurde der Staatsministerin ein Starennistkasten vom Vorsitzenden des NRE, Helmut Weller übergeben, als Hinweis auf den Vogel des Jahres 2018, den Star. Dabei wurde auch auf einen wesentlichen Grund des Rückgangs der Stare hingewiesen, nämlich auf den Mangel an tierischer Nahrung, sowie auf die Notwendigkeit einer naturverträglicheren Landwirtschaft in unserer Kulturlandschaft! Am folgenden Samstag gab es dann schon die nächste Wieselveranstaltung, diesmal für alle und die Eltern sowie einige Betreuer. Jetzt galt es, wie jedes Jahr, im Lemptal Müll zu sammeln. Mit insgesamt 30 Teilnehmern war hierbei eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. Leider mussten alle Beteiligten feststellen, dass die Müllmenge immer noch groß ist und die Aktion auch weiterhin durchgeführt werden muss. Kindern und Erwachsenen ist es nicht verständlich, wie es sein kann, dass trotz überall vorhandener Müllsammelgefäße den Müll in der Landschaft hinterlassen zu müssen. Das Verhalten einiger Mitbürger kann sicher nicht mehr nur als gedankenlos bezeichnet werden. .
Starenkästen aufhängen und Wintervögel beobachten

Starenkästen aufhängen und Wintervögel beobachten

18.02.2018 - Starenkästen aufhängen und Wintervögel beobachten

Nachdem vor etwa vier Wochen zahlreiche Starenkästen in der Wieselwerkstatt zusammen gezimmert wurden (wir berichteten), galt es nun die Kästen an aussichtsreichen Stellen für das Auftreten des Jahresvogels in den Feldfluren der Gemeinde Ehringshausen bzw. der Ortsteile aufzuhängen. Trotz krankheitsbedingter Ausfälle waren 18 Kinder mit von der Partie. Getroffen wurde sich wieder im Treffpunkt in der Bahnhofstraße Ehringshausen. Hier gab es zunächst nochmals, teils zur Wiederholung, allerlei Informationen zu dem Star. Die Kinder hatten sich vom letzten Mal gemerkt, dass der Rückgang der Stare auf das Fehlen von ausreichend animalischer Nahrung (Insekten, Würmer,…) zur Brutzeit zurückzuführen ist. Außerdem fehlen den Staren natürliche Nistmöglichkeiten; deshalb auch die Aktion mit dem Aufhängen entsprechender Nistkästen. Bei der Einführung wurde auch noch einiges zu unseren anderen heimischen Höhlenbrütern gelernt. Nach der Theorie ging es mit zwei Gruppen hinaus ins Feld. Gruppe 1 hatte vor allem die Obstwiesen und Magerrasen auf der Lemp im Visier. Dort wurden 10 Kästen in Dreisbach und in Niederlemp aufgehängt. Gruppe 2 fuhr nach Daubhausen, Katzenfurt und zum Schluss nach Kölschhausen. Auch hier wurden 10 Kästen installiert. Nun sind alle auf die sich hoffentlich einstellenden Bruterfolge gespannt. Bei dem Termin am letzten Samstag ging es auch um die Beobachtung von Wintervögeln. So hatte Gruppe 2 das Glück gleich drei Rotmilane zu sehen. Auch gab es auf den Obstwiesen und im Gebiet der Wacholderheide Niederlemp viele Informationen zur Flora und Fauna dieser Lebensräume, speziell zu den dort lebenden Vögeln. Die Kinder, Betreuer sowie einige Eltern und Großeltern kehrten von einem wunderbaren Nachmittag zufrieden zurück. Als nächstes steht das Müllsammeln im Lemptal auf dem Programm (Samstag, 10. März, Beginn 10.00 Uhr bei der Grillhütte Kölschhausen).
„Ich bin ein Star – baut mir ein Haus“

„Ich bin ein Star – baut mir ein Haus“

20.01.2018 - Gelungene Auftaktveranstaltung der Wiesel 2018

Am vergangenen Samstag hat die erste Veranstaltung 2018 der Kinder- und Jugendgruppe des Naturschutzring Ehringshausen (NRE) im Treffpunkt Bahnhofstraße (TB) stattgefunden. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl (insgesamt 20 Kinder) musste eine Aufteilung in Arbeitsgruppen vorgenommen werden. Im Wechsel schraubten die Nachwuchs-Naturschützer vorgefertigte Starenkästen zusammen, sahen einen Film zur Vogelfauna, mit Schwerpunkt „Star“, und bastelten zwischendurch Vögel aus Pappe und Federn. Der vom NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) und vom LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.) für 2018 gewählte Jahresvogel, der Star, bzw. „Vögel“ allgemein ist das Schwerpunktthema im Jahresprogramm der Wiesel 2018. Ziel ist es den Heranwachsenden nicht nur möglichst viele unserer heimischen Vögel vorzustellen, sondern auch die Gründe für den Rückgang zahlreicher, vor allem unserer Feldvogelarten zu erklären. Dieser Rückgang gilt auch für den Star, den es bei uns zwar noch relativ häufig gibt, dessen Gesamtbestand in den letzten Jahren in Deutschland und in Europa jedoch eklatant zurückgegangen ist. Gründe dafür sind vor allem das Fehlen von ausreichend tierischer Nahrung zur Zeit der Jungenaufzucht und von ausreichend Nistmöglichkeiten (z.B. höhlenreiche Bäume auf Obstwiesen und am Waldrand). Dem letztgenannten Rückgangsgrund soll mit den jetzt gefertigten Nistkästen entgegen gewirkt werden. Zur Verbesserung der Situation unserer Insekten sind vom Naturschutzring Maßnahmen In den Feldgemarkungen, z.B. der Förderung der Wildblumenfauna geplant. Hier hoffen die Naturschützer auf bessere Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten und der Gemeinde. Das Aufhängen der Starenkästen planen die Wiesel am Samstag, den 9. Februar 2018 (Treffpunkt ist die Wieselwerkstatt im TB um 14.00 Uhr). Dabei sollen die Teilnehmer auch noch mehr Informationen zur Vogelfauna bekommen. Alle Wiesel sind aufgerufen sich übers ganze Jahr intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und sich Wissen anzueignen. Am Jahresende gibt es dann die Aktion „Ehringshausen sucht den Super-Star“. Damit ist nicht ein Vogel gemeint, sondern das Mädchen oder der Junge aus der Kinder- und Jugendgruppe des NRE mit dem größten Wissen zu dem Jahresthema „Vögel“. Wer das Wieselprogramm 2018 einsehen möchte kann dies über die Homepage tun: www.naturschutzring.org. Es liegt in Papierform auch an einigen Stellen in der Gemeinde aus, u.a. im Rathaus.
Wiesel erhalten Spende der Sparkasse Wetzlar

Wiesel erhalten Spende der Sparkasse Wetzlar

Abschlussveranstaltung der Wiesel

Abschlussveranstaltung der Wiesel

26.11.2017 - Abschlussveranstaltungen der Wiesel, Rückblick auf 2017 und Programmvorstellung 2018 Zur schon traditionellen Abschlussveranstaltung der Naturschutzring-Kinder- und Ju-gendgruppe „Die Wiesel“ kamen am vorletzten Samstag 14 Kinder im Treffpunkt Bahn-hofstraße (TB) in Ehringshausen, dem neuen Domizil des Vereins zusammen. Außerdem waren noch zahlreiche Eltern und Betreuer mit dabei. Auf dem Programm stand zunächst wieder das Weihnachtsbasteln mit Naturmaterialien, von Monika Weller vorbereitet und geleitet. Diesmal wurden Sterne aus verschiedenen Nadelbaumzapfen, auf alten Zoll-stöcken aufgeklebt, und Tiergesichter mit Geweih aus Bauscheiben und knorrigen Apfel-baumästchen gezaubert. Nach gut zwei Stunden waren die Arbeiten erledigt. Alle Teilnehmer hatten großen Spaß und waren stolz auf ihre Werke. Das gemeinschaftliche Aufräumen der Bastelräume war die nächste Aufgabe der Gruppe. Nachdem dieses erledigt war, ging es zum Mittagessen in die Goud Stobb im Erdgeschoss des TB. Heike Gimmler hatte, wie schon in den Vorjahren, mit einem kleinen Team die Kartoffeln aus der eigenen Ernte der Wiesel vorbereitet. Alle ließen sich die Erdäpfelvariationen und die von den Eltern mitgebrachten Quarkpeisen schmecken. Dem gemeinsamen Essen folgte ein Bericht über die Situation der Wieselgruppe und der Auflistung aller Veranstaltungen 2017 vom Vorsitzenden des Naturschutzring Ehringshausen, Helmut Weller, verbunden mit einem Dank an alle Helfer, besonders an die vielen Betreuer, die es ermöglicht haben wieder ein vielfältiges und buntes Programm umzusetzen. Insgesamt gab es über 30 Veranstaltungen, 11 Hauptveranstaltungen, meist zum Jahresthema „Natur in der Dämmerung und bei Nacht“ passend sowie je mehr als 10 Einsätze in der Wiesel-werkstatt und bei Landschaftspflegemaßnahmen in verschiedenen Feldgemarkungen. Schließlich war die kleine Naturfotogruppe einige Male unterwegs. Besonders zu erwähnen ist bezüglich der Landschaftspflegeeinsätze, dass diese, überwiegend durch die großen Wiesel durchgeführt, alle auf gemeindeeigenen Grundstücken stattgefunden haben. Die Maßnahmen dienen zum Erhalt wichtiger Kleinbiotope in der Landschaft, wie Obstwiesen und Magerrasen. Die durchgeführten Arbeiten sind zum Teil Pflichtaufgaben der Gemeinde, im Zusammenhang zum Beispiel mit Ökopunktemaßnahmen zu erbringen! Die nach dem Bericht folgende Bilderschau weckte Erinnerungen an die Vielzahl und die bunte Vielfalt der Veranstaltungen. Mit dem Jahresbericht 2017 wurden auch diejenigen Wiesel ausgezeichnet, die am häufigsten bei den Veranstaltungen teilgenommen haben. Bei den Hauptveranstaltungen waren dies Aron Bellersheim und Lukas Gerth auf Platz drei, Johannes Gerth auf Platz zwei und unangefochten auf Platz eins: Fabienne Schäfer. Am häufigsten in der Werkstatt dabei war Falco Groh und bei den Außeneinsätzen Marlon Groh. Für ihren Fleiß bekamen die Kinder kleine Preise. Schließlich folgte die Vorstellung des Jahresprogramms 2018. Die Verantwortlichen haben sich wieder eine Menge einfallen lassen. Das Jahresthema lautet lapidar „Vögel“. Einiges dreht sich um den von NABU und Landesbund für Vogelschutz Bayern gewählten Vogel des Jahres 2018, den Star. Bereits die Auftaktaktion am 20. Januar 2018 greift den Jahresvogel auf. Es werden Starenkästen gebaut, die später an verschiedenen Stellen in der Landschaft der Großgemeinde aufgehängt werden sollen. An dem Tag gibt es auch Allgemeininformationen zu dem Jahresthema. Der Titel des ersten Treffens lautet: „Ich bin ein Star – baut mir ein Haus“ oder „Ehringshausen sucht den Superstar“. Damit ist auch gemeint, dass am Jahresende das Wieselkind mit dem größten Wissen zum dem Thema besonders ausgezeichnet werden soll! Zu den Aktivitäten 2018 gehören auch Termine ohne direkten Bezug zum Thema „Vögel“, wie das jährliche Müllsammeln im Lemptal (10.3.18) oder das Kartoffelsetzen und die –ernte (Termine sind witterungs-abhängig und werden deshalb kurzfristig festgelegt). Auch soll wieder das Apfel- und Kartoffelfest, zusammen mit den Ehringshäuser Senioren und dem Obst- und Gartenbau-verein Daubhausen ausgerichtet werden (3. Oktober 2018). Neu in der Planung sind einzelne Diskussions-Vorabende mit Kindern und Erwachsenen zu Allgemeinthemen des Naturschutzes, wie z.B. dem Insektensterben und ihren Ursachen oder „Ist es notwendig unsere Wildvögel zu füttern?“. In diesem Jahr wurde das Wieselprogramm erstmalig als Flyer gedruckt. Es ist bei den Vorstandsmitgliedern des Naturschutzrings zu haben; die Info-Blätter werden aber auch an Allgemeinplätzen, wie z.B. im Foyer des Rathauses der Gemeinde ausgelegt. Auch wenn das oben beschrieben Treffen unter der Bezeichnung „Abschlussveranstaltung“ firmiert hat, war/ ist für die Wiesel 2017 das Jahr noch nicht zu Ende. Am letzten Wochenende wurden bei der Grillhütte Kölschhausen Fettfutterglocken gegossen, die am Samstag darauf, am 9.12.17, bei dem kleinen Weihnachtsmarkt des Gewerbe- und Verkehrsvereins beim Treffpunkt Bahnhofstraße zum Kauf angeboten werden sollen. Dann ist auch die Wieselwerkstatt geöffnet. Es gibt dort verschiedene Basteleien zu kaufen. Auch ein kleiner Vogelfutterverkauf und Infos zur Vogelfütterung sind im Programm. Es wird eine Kürbissuppe geben und im Gruppenraum der Wiesel im Haupthaus des TB sollen weihnachtliche Geschichten vorgelesen werden.
2. Runder Tisch in Ehringshausen

2. Runder Tisch in Ehringshausen

26.10.2017 - „Blühende Landschaften – Mehr Vielfalt für Ehringshausen draußen“

Wie bei dem ersten Treffen (Runder Tisch zu oben genanntem Thema am 06. März 2017) vereinbart, fand nun die 2. Runde zu der Thematik im kleinen Saal der Volkshalle in Ehringshausen statt. Dazu hatte die Gemeinde eingeladen. 21 Interessenten, Vertreter der Gemeinde, einschließlich des Bauhofs, Landwirte, Naturschützer, Mitglieder eines Obst- und Gartenbauvereins, Imker, Jäger waren der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jürgen Mock hörten und sahen die Teilnehmer einen Kurzvortrag des 1. Vorsitzenden des Naturschutzrings Ehringshausen (NRE), Helmut Weller, der die Ergebnisse der Bemühungen in den etwa letzten sieben Monaten zusammenfasste. So wurden über das Engagement des NRE zwei Ackergrundstücke mit einer standortgerechten Blühmischung eingesät, wobei nur „dünn gesät“ wurde, um das im Boden vorhandene Samenreservoir der Ackerflora mit zu aktivieren. Dies konnte Weller anhand mitgebrachter Bilder zeigen. So kam auf einer Fläche in der Gemarkung Breitenbach sehr viel Kornblume zur Blüte, wogegen eine Fläche in Kölschhausen zur gleichen Zeit eine große Menge blühende Kamille zeigte. Außer diesen Flächen wurden andere Ackergrundstücke von einzelnen konventionell arbeitenden Landwirten im Rahmen des sogenannten „Greening“ (das EU-Recht verlangt, dass landwirtschaftliche Betriebe ab 15 ha Ackerland ab dem Jahr 2015 grundsätzlich zunächst fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Diese Flächen müssen im Interesse des Umweltschutzes genutzt werden) mit Phacelia bestellt. Außerdem hatte ein Biobetrieb auf mehreren Flächen Blühmischungen ausgebracht. Auch die Gemeinde hat sich positiv beteiligt. So wurde vom Bauhof eine bisher regelmäßig gemulchte Fläche an der Landesstraße von Ehringshausen nach Kölschhausen zu einer Blühfläche umgestaltet. Besonders hier stand auch der Gedanke des Werbungmachens für die Aktion mit im Vordergrund. Des Weiteren wurden vom Bauhof innerorts Blühflächen, z.B. auf einzelnen Friedhöfen angelegt. Der Obst- und Gartenbauverein Daubhausen hat durch Blühsamenverteilung an die Mitglieder versucht, diese zur Umgestaltung ihrer Gärten zu animieren, nach dem Motto „Weniger Rasengrün - dafür mehr Wildblumen im Garten“. Weller zeigte mit mehreren Bildern und erläuterte mit seinem Kommentar die positive Wirkung der Blühflächen für die Insektenfauna und auch für höhere Tiere, wie Vögel und Säugetiere. So konnte er von einer Neuntöterbrut am Rande des Ackers in Kölschhausen und von dem Aufenthalt von Braunkehlchen dort im Herbst berichten. Er stellte auch fest, dass, auch wenn die Aktion in den Augen von Botanikern nicht unbedingt auf Begeisterung trifft, dennoch das Anlegen von Blühflächen dem Aufgreifen eines Strohhalms in Sachen „Schaffen von mehr Vielfalt“ bedeutet. Für das kommende Jahr haben sich weitere interessierte Landwirte und auch Jäger aus Katzenfurt und Breitenbach gemeldet, die bei der Aktion mitmachen wollen. Bei der Aussaat soll besonders Wert auf die Verwendung heimischer Samen gelegt werden. Zum Schluss des Berichts von Weller kam auch der intensive Mulcheinsatz des Gemeindebauhofs zur Sprache. Er stellte fest, dass die Gemeinde in diesem Jahr diesbezüglich viel mehr getan hat als zum Beispiel HessenMobil, von deren Einsatzabteilung zahlreiche Straßenränder erst in der letzten Woche gemulcht wurden, wodurch über die ganze Saison Wildblumen am Straßenrand ihre Wirkung entfalten konnten. Weller lobte dieses Vorgehen ausdrücklich. Der Mulcheinsatz seitens der Gemeinde wurde von Bürgermeister Mock mit dem Argument begründet, dass Bürger sich regelmäßig über ungepflegte Zustände entlang der Wege bei der Verwaltung beschweren und der Bauhof deshalb handeln müsse. Auch das durch das Mulchen zu erreichende Zurückdrängen sogenannter „Unkräuter“, wie etwa des Jakobskreuzkrautes wurde thematisiert. Nach kurzer Diskussion zum Thema „Mulchen“ gaben die Mitarbeiter des Lahn-Dill-Kreises, Abteilung für den ländlichen Raum, vom Fachdienst Landschaftspflege, Björn John und Oliver Ginzler-Donner eine Übersicht bezüglich der öffentlichen Fördermöglichkeiten für Landwirte sowie ein Statement zum Sinn der Blühflächen aus Sicht des Naturschutzes und der Landwirtschaft, wie auch eine Übersicht bezüglich der Veränderungen in der Landwirtschaft in Ehringshausen in den letzten Jahrzehnten. Es gibt immer weniger Betriebe, die immer mehr Flächen mit großen Maschinen, bearbeiten müssen, um die witterungsbedingt oft kurzen Zeitfenster zu nutzen und damit die Flächen auch mit weniger Arbeitskräfte weiter in der Bewirtschaftung bleiben. Nach dem interessanten Fachvortrag der Behördenvertreter folgte eine lebhafte Diskussion, in dem das Mulchen von Flächen in den Außenbereichen erneut aufgegriffen wurde. Breiten Raum bei den Diskussionen nahm die Frage von Landwirten ein, ob ggf. in weniger flurbereinigten, kleineren Gemarkungen Wiesenwege ackerbaulich mit genutzt werden und dafür direkt am Rand der dann vergrößerten Flächen Ausgleichsmaßnahmen (ggf. Ackerstreifen ohne Chemieeinsatz) stattfinden könnten. Man war sich einig, dass dies weiterer intensiver Beratungen unter den hauptsächlich Beteiligten bedarf. Ebenfalls einig waren sich alle, dass mit der Fortsetzung der Aktionen mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben, und dass die Einrichtung „Runder Tisch“ fortgesetzt werden soll. Die nächste Runde ist etwa für den März 2018 geplant.
Mähgutbeseitigung Birschel

Mähgutbeseitigung Birschel

17.10.2017 - Landschaftspflege Großeinsatz auf der Gemeinde-Obstwiese „Birschel“ in Katzenfurt

Der Lebensraum Obstwiese liegt dem Naturschutzring Ehringshausen (NRE) besonders am Herzen. Zusammen mit der Gemeinde versucht der NRE Grundstücke mit Obstbäumen regelmäßig zu pflegen und so zu erhalten. Eine solche Fläche mit der Gemarkungsbezeichnung „Birschel“ liegt in Katzenfurt in der Nähe der Autobahn. Hier geht es nicht nur um den Bestandsschutz (in einem Teilbereich der Fläche gibt es auch Orchideen!), sondern es wurde mit Unterstützung von HessenForst eine Ausweitung begonnen. Da im Frühjahr und Sommer ein schöner Wildblumenbestand zu verzeichnen war, wurde die Fläche erst vor etwa zwei Wochen von der Gemeinde gemäht. Da es wichtig ist, das Mähgut zu beseitigen, wurde am letzten Samstag seitens des NRE ein Großeinsatz durchgeführt. Zahlreiche Helfer, auch vom NRE-Nachwuchs, den Wieseln, hatten sich eingefunden, um das durch einen Daubhäuser Landwirt vorher auf Schlote gemachte Mähgut von der Fläche zu bekommen. Dabei waren auch ein Radlader, ein Traktor sowie ein PKW, jeweils mit Anhänger mit von der Partie. Pünktlich mit Einsetzen von Regen war die Arbeit Dank der vielen Helfer erledigt. Der NRE hofft nun, dass die Grundstücke im nächsten Jahr einer landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zugeführt werden können.
2017_Apfel- und Kartoffelfest

2017_Apfel- und Kartoffelfest

Kartoffelernte

Kartoffelernte

Großeinsatz der Wiesel am Wochenende Kartoffelernte, Seedball-Herstellung und Naturfotoexkursion
- Überwiegend zur Vorbereitung des 3. Apfel- und Kartoffelfestes am 3.10.17 - Ein volles Programm hatten die Wiesel, Eltern und Betreuer am letzten Samstag (23.9.2017). Zunächst traf man sich zur diesjährigen Kartoffelernte auf einem Acker der Familie Böhm oberhalb von Dillheim. Mit bis zu 25 Helfern auf dem Feld war der Einsatz überaus gut besucht. Aufgrund der in diesem Jahr ausreichenden Regenmenge konnten mehr als 15 Zentner der Bio-Erdäpfel geerntet werden. Die Ernte wurde zum Teil an die Helfer verteilt. Der Rest steht den Vereinsmitgliedern zur Verfügung oder wird beim kommenden Apfel- und Kartoffelfest zum Kauf angeboten. Der Vorstand des Naturschutzringes dankt der Familie Böhm für die zum wiederholten Male große Hilfe bei der Aktion! Nachmittags ging es mit der Herstellung sogenannter Seedballs im Treffpunkt Bahnhofstraße unter der Leitung von Claudia Müller weiter. Hier kamen nochmals etwa 10 Kinder und mehrere Mütter sowie Betreuerinnen zusammen. Die mit Blumensamen angereicherten Lehmbälle sollen die Aktion „Blühendes Ehringshausen“ des Naturschutzrings Ehringshausen unterstützen. Sie werden beim Apfel- und Kartoffelfest am 3. Oktober im Treffpunkt Bahnhofstraße zum Kauf angeboten. Erläuterungen dazu gibt es dabei auch. Schließlich waren am späteren Nachmittag noch einige der großen Wiesel mit Peter Pfaff unterwegs, um einige der momentan zahlreichen Herbstmotive in der Landschaft bei Kölschhausen abzulichten. Alles in allem ein großartiger „Wieseltag“.
Am 03. Oktober 2017 Apfel- und Kartoffelfest

Am 03. Oktober 2017 Apfel- und Kartoffelfest

Zeltwochenende der Wieselkinder

Zeltwochenende der Wieselkinder

„Tolles Zeltwochenende der Wiesel“ - Wiesel-Kinder der Natur hautnah auf der Spur -
23. - 25.06.2017 Ein außergewöhnlich erlebnisreiches und informatives Zeltwochenende erlebten 10 Kinder und mehrere Betreuer der Wieselgruppe des Naturschutzring Ehringshausen vor einigen Tagen an einem Waldteich bei Asslar-Bermoll, in der Westerlemp. Los ging es am Freitagnachmittag mit dem Aufbau der Zelte, Einteilung der Dienste sowie Besprechung des Programms für die Zeit bis Sonntagmittag. Mit dem Beginn der Dämmerung gab es unter der Leitung des Vorsitzenden der Vogelschutzgruppe Niederlemp und Besitzer des Wald- und Teichgrundstücks Thomas Gross einen Nachtspaziergang. Besonders spektakulär waren hunderte von Glühwürmchen, die den Wald mit einer tollen Lichtstimmung verzauberten. Alle Kinder hatte so etwas noch nie gesehen! Nach der Rückkehr wurde noch ein großes Lagerfeuer entzündet und so wurde es spät, bis die Kinder in ihre Schlafsäcke krochen. Weiter ging es am nächsten Morgen mit der Untersuchung von fließendem und stehendem Wasser in und in der Nähe der Westerlemp. Die Aktion wurde vom Vorstandsmitglied des NRE, Ulrich Hild geleitet. Unter seiner Aufsicht untersuchten die Wiesel das Wasser nach seinen biologischen Bestandteilen und das Staunen war groß, welche Artenvielfalt im Wasser zu finden ist. Am Nachmittag ging es dann mit dem Diplom-Biologen Andreas Schmidt ins Gelände. Zu-nächst wurden am Gewässer verschiedene Libellenarten und Molch- und Froscharten erklärt. Danach galt es die Käfer- und Schmetterlingswelt der umliegenden Wiesen kennenzulernen. Dass es den Kindern einen riesen Spaß gemacht hat mag man daran erkennen, dass die Exkursion doppelt so lange wie geplant dauerte. Nach einer Zeit zum Ausruhen stand am Abend eine zweite Nachtwanderung auf dem Programm, die vom 2. Vorsitzenden des NRE und Hauptbetreuer des Zeltcamps Peter Pfaff geführt wurde. Dabei ging es besonders darum Geräusche von Tieren in der Nacht zu erkennen. Am Sonntagmorgen wurde zunächst ausgiebig gefrühstückt, um dann die Zelte wehmütig abzuschlagen. Alle waren sich einig ein tolles Wochenende in der Natur verbracht zu haben. Kinder und Betreuer gingen mit dem Vorsatz auseinander, ein solches Zeltwochenende auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen.
Vogelstimmenwanderung 2017

Vogelstimmenwanderung 2017

07.05.2017 Vogelstimmen- und Naturwanderung in Kölschhausen Eine sehr schöne Vogelstimmenwanderung mit allerlei Zusatzinformationen zu Natur und Naturschutz fand am letzten Sonntag in Kölschhausen statt. Bei zwar be-wölktem, jedoch mildem und regenfreiem Wetter trafen sich über 30 Teilnehmer, zum Teil auch aus Orten außerhalb von Ehringshausen, um hauptsächlich den Vogel-stimmen in Feld und Wald rund um das Dorf zu lauschen. Die sachkundige Führung lag wieder in den Händen des Vogelstimmenfachmannes und Hobby-Ornithologen Jan Heckmann aus Breitscheid. Veranstalter waren diesmal der Naturschutzring Ehringshausen und die Vogel- und Naturschutzfreunde Kölschhausen. Am Treffpunkt bei den Schwalbenhäusern in der Ortsmitte bei der Kirche wurden die Teilnehmer nicht nur vom Vorsitzenden beider Vereine, Helmut Weller begrüßt, sondern auch von einer Anzahl Mehlschwalben, die eifrig in die Nester am alten Schwalbenhaus ein- und ausflogen. Das jüngst aufgestellte zweite Schwalbenhaus wird bisher noch gemieden, vermutlich in Kürze aber auch besetzt. Bei der 2,5–stündigen Wanderung konnten insgesamt etwa 50 Vogelarten gehört und gesichtet werden. Im Bereich der Magerrasen vor der Koppe wurde ein Wendehals zunächst verhört und später auch gesehen. Es ist zu erwarten, dass dieser zu den Spechten gehörende Zugvogel hier wieder, wie im Vorjahr zur Brut schreiten wird. Dies ist als Erfolg der jahr-zehntelangen Bemühungen der Vogel- und Naturschutzfreunde Kölschhausen zu sehen, die maßgeblich für das Offenhalten der wertvollen Magerrasenflächen sorgen. Durch die gezielte Pflege haben sich jede Menge Ameisenbulte gebildet, deren Bewohner, nämlich die Ameisen bzw. deren Eier, nun diesem Spechtvogel und anderen Spechten als Nahrungsgrundlage dienen. Auch ein Baumpieper hält sich in dem Gebiet auf, ebenso wie ein Gartenrotschwanz. Auf dem Rückweg konnten die Teilnehmer am Rand der Heide eine Spechtschmiede finden. Diese, ein Spalt in einem Holzpfahl, nutzt ein Buntspecht um die Samen aus Fichtenzapfen heraus-zuhacken. Vorher, in einem Buchenwald konnten die Teilnehmer Dohlen in Natur-höhlen beobachten. Hier gab es auch Erläuterungen zu dem Vogel des Jahres 2017, dem Waldkauz. Später erhielten die Mitwanderer noch eine Broschüre zu dem Jahresvogel. Der wunderbare Morgen in der Natur ging bei der Grillhütte Kölschhausen mit einem Imbiss und Umtrunk sowie anregenden Gesprächen zu Ende.
Müllsammeln im Lemptal

Müllsammeln im Lemptal

Am Samstag, den 11. März 2017 war es wieder soweit. Diese mittlerweile schon traditionelle Müllsammelaktion im Lemptal und in den Seitentälern der Lemp, geleitet von Naturschutzring-Vorstandsmitglied Ulrich Hild, stand auf dem Programm der Naturschutzring-Kindergruppe „Die Wiesel“. 11 Kinder und 11 Erwachsene, Betreuer und Eltern machten sich in Gruppen auf den Weg, um die von anderen Zeitgenossen achtlos in der Landschaft zurück gelassenen Gegenstände verschiedenster Art wie Verpackungen und Flaschen, bis hin zu alten Autoreifen einzusammeln, um sie danach zum zentralen Sammelpunkt, der Grillhütte Kölschhausen zu bringen. Nach dreistündigem Einsatz endete die Aktion dort mit Imbiss. Das Gruppenbild zeigt die Müllsammelmannschaft bei der Grillhütte. Der Naturschutzring ist der Meinung, dass es für die Verursacher eigentlich beschämend sein muss, sich den von ihnen verursachten Müll von Kindern einsammeln zu lassen!

Bericht zu der Jahreshauptversammlung 2017

04.03.2017 -- Naturschutzring startet Initiative zu mehr Wildblumen in den Feldgemarkungen/ Vorstand neu gewählt Am Samstag, den 04. März 2016 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Natur-schutzring Ehringshausen e.V. (NRE) im Saal der Gaststätte Wahl in Dillheim statt. Der Vereinsvorsitzende Helmut Weller konnte sowohl zahlreiche erwachsene Einzelmitglieder, Vertreter von angeschlossenen Vereinen, wie auch mehrere Kinder der Gruppe „Wiesel“, teils mit Eltern begrüßen. Nach der Begrüßung gab es den Jahresbericht des Vorsitzenden für das Jahr 2016. Dieser lobte die nochmals gesteigerte Leistung insgesamt, speziell das große Engagement auf dem Gebiet der Landschaftspflege und das bleibende umfangreiche Programm für die Wiesel. So konnten zahlreiche aus Sicht des Naturschutzes wertvolle Grundstücke, überwiegend Flächen in Gemeindebesitz, fachgerecht durch die Abteilung „Landschaftspflege“ des NRE gepflegt werden, wie z.B. die Magerrasenflächen „Seeberg“ und „Ballersbacher Loch“ in Dreisbach, außerdem die Obstwiesenflächen „Tiefen-bachsgraben“ in Daubhausen, „Altenbach“ in Kölschhausen sowie „Birschel“ und „Leimen-fresser“ in Katzenfurt. Ferner die Nasswiesen (Orchideenstandorte) „Weidenbach“ in Katzenfurt und oberes „Schmidtbachtal“ in Kölschhausen. Als bemerkenswert bezeichnete der Vorsitzende die Beteiligung von Wieselkindern bei einigen Arbeitseinsätzen. Weller erwähnte auch die umfangreichen Bemühungen zur Erhaltung der Obstwiesen in den Feldfluren der Ortsteile im Jahr 2016, zum Teil in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde-verwaltung. Um das öffentliche Interesse zu wecken bzw. Mitmenschen zur Wiederaufnahme der Bewirtschaftung der Obstwiesen zu motivieren wurde eine Ausstellung mit insgesamt 20 großformatigen Tafeln erstellt, die sowohl im Rathaus Ehringshausen, wie an verschiedenen anderen Orten im Kreis; z.B. beim Tag der Regionen in Sinn im Hebst zu sehen war. Zur Thematik Obstwiese gehörte auch das gemeinsam mit der Gruppe „Senioren aktiv Ehrings-hausen“ sowie dem Obst- und Gartenbauverein Daubhausen zum zweiten Mal durch-geführte, gut besuchte Apfel- und Kartoffelfest. Auch hier waren die Wiesel mit eingebunden. Mit Apfelsaft und –wein aus dem Obst von Gemeindewiesen wurde für das regionale und besonders gesunde Naturprodukt Werbung gemacht. Apfelsaftboxen wurden später dem Bürgermeister und Mitarbeitern der Verwaltung zur Nutzung im Rathaus und bei Sitzungen übergeben. Die Apfelweinkelterei Heil wurde gemeinsam besucht. Die traditionelle und gut besuchte Vogelstimmenwanderung fand zusammen mit dem NABU Ehringshausen in Wald und Flur der Kerngemeinde statt. Zahlreiche Spendentöpfe konnten angezapft, und damit die Vereinskasse aufgebessert werden. Von den Spenden- und Zuschusseinnahmen wurden Insektennistwände bestellt und im Kirchgarten Dillheim sowie bei der Grillhütte Niederlemp aufgestellt. Schwalbenhäuser wurden in Auftragbgegeben. Ein Teil des Vereinsgeldes wurde für die Herrichtung eines Werkraumes für die Wiesel im Anwesen Bahnhofstraße 29/31 verwendet. Hier hat Naturschutzringneumitglied Heinz Kunz zahlreiche Stunden zugebracht, wofür ihm ein besonderer Dank gebührt. Auf weitere kleinere Aktivitäten wurde hingewiesen. Zum Schluss des Berichts gab es eine Kurzzusammenfassung für die Wiesel. Sie hatten 2016 insgesamt 22 Einsätze. Hervorzuheben wieder der Kartoffelanbau und die –ernte sowie das Müllsammeln im Lemptal. Mehrere Aktionen fanden mit dem Hintergrund die Kinder und Jugendliche für die Tiergruppe der Amphibien zu begeistern statt. Erfreut stellte der Vereins-vorsitzende fest, dass bei mehreren Veranstaltungen die Eltern der Kinder mit eingebunden waren. Weller dankte allen für die geleistete Vereinsarbeit. Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden folgte der Kassenbericht des Haupt-kassierers Gerhard Tropp. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine ordnungsgemäße und sehr sorgfältige Kassenführung und beantragten die Entlastung des gesamten Vorstandes; der Antrag wurde einstimmig angenommen. Anschließend standen Vorstandsneuwahlen auf dem Programm. Vorher bereits hatte Weller die ausscheidenden Vorstandmitglieder Werner Krause, Hans-Jürgen Hilk und Michael Maage verabschiedet und ihnen für die zum Teil jahrzehntelange Mitarbeit gedankt. Die Neuwahlen führten zu folgendem Ergebnis: 1. Vorsitzender, gleichzeitig Pressewart und Leiter der Abteilung Landschaftspflege sowie „Kopf“ der Wiesel – Helmut Weller, 2. Vor-sitzender und Schriftführer – Peter Pfaff. Kassierer – Gerhard Tropp. Als Beisitzer wurden bestätigt bzw. neu gewählt: Heike Gimmler, Stefanie und Rebecca Henrich, Dr. Claudia Schäfer, Henner Böhm, Ulrich Hild, Robert Mann, Torsten Pfeiffer, Erwin Rau und Martin Weisgerber-Schaaf. Für 2017 steht wieder einiges auf dem Programm. Vorrangig wird sich der Naturschutzring für mehr Wildblumen in der Landschaft einsetzten, um dem Artenschwund besonders der Insekten und Feldvogelarten etwas entgegen zu setzten. Ein darauf ausgerichteter Antrag wurde bei der Gemeinde gestellt. Diese hat den Vorschlag dankenswerterweise direkt aufgegriffen und zu einem „Runden Tisch“ mit Vertretern der Gemeinde selbst, auch dem Bauhof, den naturnahen Vereinen sowie den Ortslandwirten eingeladen. Dabei geht es um Möglichkeiten, wie alle mithelfen können z.B. Blühstreifen in der Feldflur, speziell auf Ackerflächen anzulegen. Auch der Bauhof soll mithelfen, etwa durch weniger bzw. zeitversetztes Mulchen der Wegränder. Über die Aktivitäten zu mehr „Blühenden Land-schaften in Ehringshausen“ wird unregelmäßig berichtet werden. Im „Treffpunkt Bahnhof-straße“ (so der neue Name für die Einrichtung) wird der NRE ein Vereinszimmer bekommen, was hergerichtet werden muss. Dort sollen außer der Wieselwerkstatt auch andere Räume für Vereinsaktivitäten genutzt werden. Öfters soll es um regionale Produkte gehen. Dies gilt auch für die Wiesel, die wieder ein umfangreiches Programm haben. Das übergreifende Thema lautet 2017 „Natur in der Dämmerung und bei Nacht“. Die Wiesel werden die Wieselwerkstatt umfangreich unter Betreuung nutzen, wobei eine der Zielsetzungen der Einrichtung, „alt und jung zusammen“ verwirklicht wird. Das Schwalbenhaus muss am Rand des Kirchgartens aufgestellt werden und die Insektenwand dort soll in Kürze fertig gestellt sein. Schließlich wurde das Thema „Umsiedlung des REWE-Marktes“ und die damit einher-gehende Zerstörung weiteren Lebensraums diskutiert. Der NRE wird sich gegen dieses Vorhaben aussprechen. Nach dem offiziellen Teil gab es Bilder zu den umfangreichen Vereinsaktivitäten 2016.
Die Wiesel weiter fleißig in der Landschaft aktiv

Die Wiesel weiter fleißig in der Landschaft aktiv

Arbeitseinsatz zur „Seebergpflege“ in Dreisbach Wie im Vorjahr gab es am letzten Samstag einen Arbeitseinsatz zur Nachpflege des Flächenhaften Naturdenkmals „Seeberg“ in Ehringshausen-Dreisbach. Sieben Mädchen und Jungs sowie drei Betreuer kamen zusammen um den in den Vortagen auf den Flächen gemähten Aufwuchs, überwiegend Schwarzdorn zusammen zu rechen und von der Fläche zu schaffen. Die Arbeiten sind jeweils im Nachgang der jährlichen Beweidung, derzeit mit den Ziegen eines Kleinlandwirts aus der Nachbargemeinde, notwendig. Die Arbeiten werden finanziell vom Lahn-Dill-Kreis bezuschusst. Durch die Pflege wird der magere Charakter der geschützten Flächen erhalten. Außerdem ist durch diese schonende Bewirtschaftung, in Nachahmung der früher üblichen Beweidung überwiegend mit Schafen der ortsansässigen Kleinbauern, die Erhaltung der Landschaftsstruktur gewährleistet. Ameisenbulte meist der Wiesenameise, bleiben erhalten und dienen zum Beispiel seltenen Vogelarten wie dem Wendehals als Nahrungsstellen. Auch der Grünspecht kommt gerne auf die Flächen. Diesen konnten Kinder und Betreuer im Hintergrund rufend verhören. Nach drei Stunden intensiver Arbeit gab es am Feuer einen Imbiss für alle Helfer. Die Betreuer konnten den Wieseln wieder, wie bereits bei einigen solcher Aktionen im Vorjahr, einen nicht erwarteten Arbeitswillen und Fleiß bescheinigen. Weiter geht es, sofern es nicht regnet, am kommenden Samstag auf einer Obstwiese in Daubhausen. Wer noch dabei sein möchte kann sich kurzfristig noch unter folgender Tel.-Nummer anmelden: 06443-819210. Das offizielle Wieselprogramm wird bereits am Freitag, mit einem Besuch des Senckenbergmuseums bei Nacht fortgesetzt.
Arbeitseinsatz zur „Seebergpflege“ in Dreisbach

Arbeitseinsatz zur „Seebergpflege“ in Dreisbach

18.02.2017 - Wie im Vorjahr gab es am letzten Samstag einen Arbeitseinsatz zur Nachpflege des Flächenhaften Naturdenkmals „Seeberg“ in Ehringshausen-Dreisbach. Sieben Mädchen und Jungs sowie drei Betreuer kamen zusammen um den in den Vortagen auf den Flächen gemähten Aufwuchs, überwiegend Schwarzdorn zusammen zu rechen und von der Fläche zu schaffen. Die Arbeiten sind jeweils im Nachgang der jährlichen Beweidung, derzeit mit den Ziegen eines Kleinlandwirts aus der Nachbargemeinde, notwendig. Die Arbeiten werden finanziell vom Lahn-Dill-Kreis bezuschusst. Durch die Pflege wird der magere Charakter der geschützten Flächen erhalten. Außerdem ist durch diese schonende Bewirtschaftung, in Nachahmung der früher üblichen Beweidung überwiegend mit Schafen der ortsansässigen Kleinbauern, die Erhaltung der Landschaftsstruktur gewährleistet. Ameisenbulte meist der Wiesenameise, bleiben erhalten und dienen zum Beispiel seltenen Vogelarten wie dem Wendehals als Nahrungsstellen. Auch der Grünspecht kommt gerne auf die Flächen. Diesen konnten Kinder und Betreuer im Hintergrund rufend verhören. Nach drei Stunden intensiver Arbeit gab es am Feuer einen Imbiss für alle Helfer. Die Betreuer konnten den Wieseln wieder, wie bereits bei einigen solcher Aktionen im Vorjahr, einen nicht erwarteten Arbeitswillen und Fleiß bescheinigen. Weiter geht es, sofern es nicht regnet, am kommenden Samstag auf einer Obstwiese in Daubhausen. Wer noch dabei sein möchte kann sich kurzfristig noch unter folgender Tel.-Nummer anmelden: 06443-819210. Das offizielle Wieselprogramm wird bereits am Freitag, mit einem Besuch des Senckenbergmuseums bei Nacht fortgesetzt.
Natur im Dunkelm - 1. Wieselveranstaltung 2017

Natur im Dunkelm - 1. Wieselveranstaltung 2017

21.01.2017 - Erster Einsatz in der Wieselwerkstatt Bahnhofstraße 19 Kinder und 7 Betreuer erlebten letzten Samstag gemeinsam einen tollen Nachmittag. Die erste Veranstaltung der Kindergruppe „Die Wiesel“ des Naturschutzring Ehringshausen e.V. (NRE) im Jahr 2017 stand unter dem Jahresmotto „Natur im Dunkeln“. Nach der Begrüßung und Erläuterung der Vorhaben durch den Vereinsvorsitzenden Helmut Weller sowie Dank an die Senioren aus dem eigenen Verein sowie aus der Gruppe „Senioren aktiv Ehringshausen“ für die geleistete Arbeit zur Herrichtung des Werkraumes im ehemaligen Stall des gemeindeeigenen Gebäudes Bahnhofstraße 29 in der Ortsmitte von Ehringshausen folgte eine Einteilung der Kinder in drei Gruppen. Jede Gruppe baute die von NRE-Mitglied Hans-Jürgen Hilk vorgefertigten Holzkästen (Schlafkästen) für Haselmäuse zusammen. Beim Bau halfen den Kindern außer H.-J. Hilk die Mitglieder Heinz Kunz und Martin Weisgerber. Die zweite Gruppe schaute sich mit Claudia Schäfer und Peter Pfaff einen Film über nachtaktive Tiere in einem anderen Gebäude, in der Niedergasse an. Dabei gab es auch wieder leckeren Apfelsaft, den die Kinder im Herbst 2016 selbst hergestellt hatten und Kuchen von Kinder- und Jugendbetreuerin Heike Gimmler, die diesmal bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnte. Die letzte Gruppe schließlich war draußen mit Revierförster Robert Mann und Helmut Weller unterwegs, um die Lebensräume der kleine Bilche in Augenschein zu nehmen und die fertigen Kästen in der Nähe der Autobahn in Katzenfurt aufzuhängen. Hier sind im letzten Jahr beim Kartieren der Fauna und Flora im Zusammenhang mit der Planung der Autobahnverbreiterung erstaunlicherweise Haselmäuse festgestellt worden. Die jetzt durchgeführte Aktion hat also den Sinn, den putzigen und eher seltenen Tierchen eine Hilfe zu bieten. Nach getaner Tat gingen alle zufrieden auseinander, bereits mit Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen. Am 24. Februar wird gemeinsam das Senckenbergmuseum in Frankfurt bei Nacht erkundet. In der Wiesel-Werkstatt soll in Kleingruppen kräftig weiter gewerkelt werden. Die großen Wiesel haben im Februar noch zwei Arbeitseinsätze zur Landschaftspflege in Dreisbach und in Daubhausen im Plan. Mit den Mitgliedern der Naturfotogruppe soll die Schauhöhle „Herbstlabyrinth“ (Fotografieren im Dunkeln) besucht werden.

Offener Brief an den Gemeindevorstand Ehringshausen

Aktion „Blühende Landschaften“ rund um Ehringshausen/ Offener Brief
Sehr geehrte Damen und Herren, in den letzten Jahren/ Jahrzehnten ist allerorts ein dramatischer Rückgang der Insektenfauna festzustellen, auch auf den Freiflächen rund um die Dörfer der Gemeinde Ehringshausen. Nach fundierten wissenschaftlichen Untersuchungen in NRW ist die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 um etwa 80% zurückgegangen. Dies ist bei uns nicht anders und erschreckend; dies hat über kurz oder lang auch Folgen für die Menschen, auch wenn die meisten gar nichts von der Entwicklung mitbekommen! Allenfalls der Rückgang der Autoscheibenverschmutzung durch zermatschte Fluginsekten fällt auf und ist ein sicheres Zeichen für den Rückgang der Fluginsekten. Die Ursachen der Entwicklung sind vielfältig, besonders in den industriealisierten Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft zu suchen. Hochwirksame Insektizide zeigen deutlich ihre Wirkung. Frühe Mähtermine bzw. die Verlagerung der Grünlandwirtschaft hin zu immer mehr Silageproduktion lassen kaum noch eine Blume zum Erblühen, geschweige denn zum Produzieren von Samen kommen. Insekten geht die Nahrungsgrundlage verloren; von den Insekten lebende Tiere leiden zwangsläufig mit! So befinden sich die Bestandszahlen von früher bei uns als Allerweltsarten zu bezeichnenden Vögeln wie Feldlerche, Rehhuhn, Goldammer in freien Fall nach unten bzw. sie sind schon gar nicht mehr in der Landschaft vorhanden! In diesem schon überaus geschwächten System ist es landauf-landab üblich, die Straßen- und Wegränder akribisch sauber zu mulchen, meist bereits bevor überhaupt eine Blume ihre Blütenstände ausbilden kann. Angesichts dieser dramatischen Lebensraumverschlechterung, einhergehend mit einem massiven Verlust der Artenvielfalt hat sich der Naturschutzring Ehringshau- sen entschieden, zumindest einen Anstoß zu Verbesserungsmaßnahmen zu geben. So soll versucht werden mit der Aktion „Blühende Landschaften“ an einigen Stellen in den Feldgemarkungen erste Maßnahmen zu Biotopverbesserungen einzuleiten. Wir rufen alle, die in irgendeiner Form an dem Geschehen beteiligt sind hiermit auf, mit uns gemeinsam gegenzusteuern! So können wir uns vorstellen, dass besonders auf kommunalen Flächen Blühstreifen angelegt werden. Eine vorbildliche Aktion diesbezüglich wurde in diesem Jahr in Biebertal-Fellingshausen durchgeführt (siehe Kopie eines Zeitungsberichts mit Bild als Anlage zu dem vorliegenden Schreiben). Von der Gemeinde wünschen wir uns auch eine Änderung beim Mulchen der Straßen- und Wegränder. Es ist sicher möglich hier zumindest eine zeitlich versetzte Vorgehensweise zu praktizieren sowie Bereiche ganz auszunehmen. Seitens der Landwirtschaft wäre eine Umgestaltung der Feldflur in unserem Sinne bei der Umsetzung behördlichen Auflagen im sogenannten „Greening“ denkbar. Gerne möchten wir unsere Ideen mit Vertretern der Gemeinde, Landwirtschaft (Ortslandwirten), Jagdvorstand, Imkern,... diskutieren. Wir schlagen vor einen „Runden Tisch“ Anfang 2017 zu bilden. Wir wünschen uns, dass die Gemeinde dazu die Initiative ergreift! Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, verteilen wir dieses Schreiben außer an den Gemeindevorstand an verschiedenste Stellen (Ortslandwirte, Fraktionen der Gemeindevertretung, Natur- und Vogelschutzvereine, Imker, diverse Jagdpächter,…).
Frohe Weihnachten und alles Gute für 2017
Der Vorstand
Abschlussveranstaltung der Wiesel, Rückblick auf 2016 und Ausschau auf 2017

Abschlussveranstaltung der Wiesel, Rückblick auf 2016 und Ausschau auf 2017

Aktion „Blühende Landschaften“ rund um Ehringshausen/ Offener Brief Sehr geehrte Damen und Herren, in den letzten Jahren/ Jahrzehnten ist allerorts ein dramatischer Rückgang der Insektenfauna festzustellen, auch auf den Freiflächen rund um die Dörfer der Gemeinde Ehringshausen. Nach fundierten wissenschaftlichen Untersuchungen in NRW ist die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 um etwa 80% zurückgegangen. Dies ist bei uns nicht anders und erschreckend; dies hat über kurz oder lang auch Folgen für die Menschen, auch wenn die meisten gar nichts von der Entwicklung mitbekommen! Allenfalls der Rückgang der Autoscheibenverschmutzung durch zermatschte Fluginsekten fällt auf und ist ein sicheres Zeichen für den Rückgang der Fluginsekten. Die Ursachen der Entwicklung sind vielfältig, besonders in den industriealisierten Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft zu suchen. Hochwirksame Insektizide zeigen deutlich ihre Wirkung. Frühe Mähtermine bzw. die Verlagerung der Grünlandwirtschaft hin zu immer mehr Silageproduktion lassen kaum noch eine Blume zum Erblühen, geschweige denn zum Produzieren von Samen kommen. Insekten geht die Nahrungsgrundlage verloren; von den Insekten lebende Tiere leiden zwangsläufig mit! So befinden sich die Bestandszahlen von früher bei uns als Allerweltsarten zu bezeichnenden Vögeln wie Feldlerche, Rehhuhn, Goldammer in freien Fall nach unten bzw. sie sind schon gar nicht mehr in der Landschaft vorhanden! In diesem schon überaus geschwächten System ist es landauf-landab üblich, die Straßen- und Wegränder akribisch sauber zu mulchen, meist bereits bevor überhaupt eine Blume ihre Blütenstände ausbilden kann. Angesichts dieser dramatischen Lebensraumverschlechterung, einhergehend mit einem massiven Verlust der Artenvielfalt hat sich der Naturschutzring Ehringshau- sen entschieden, zumindest einen Anstoß zu Verbesserungsmaßnahmen zu geben. So soll versucht werden mit der Aktion „Blühende Landschaften“ an einigen Stellen in den Feldgemarkungen erste Maßnahmen zu Biotopverbesserungen einzuleiten. Wir rufen alle, die in irgendeiner Form an dem Geschehen beteiligt sind hiermit auf, mit uns gemeinsam gegenzusteuern! So können wir uns vorstellen, dass besonders auf kommunalen Flächen Blühstreifen angelegt werden. Eine vorbildliche Aktion diesbezüglich wurde in diesem Jahr in Biebertal-Fellingshausen durchgeführt (siehe Kopie eines Zeitungsberichts mit Bild als Anlage zu dem vorliegenden Schreiben). Von der Gemeinde wünschen wir uns auch eine Änderung beim Mulchen der Straßen- und Wegränder. Es ist sicher möglich hier zumindest eine zeitlich versetzte Vorgehensweise zu praktizieren sowie Bereiche ganz auszunehmen. Seitens der Landwirtschaft wäre eine Umgestaltung der Feldflur in unserem Sinne bei der Umsetzung behördlichen Auflagen im sogenannten „Greening“ denkbar. Gerne möchten wir unsere Ideen mit Vertretern der Gemeinde, Landwirtschaft (Ortslandwirten), Jagdvorstand, Imkern,... diskutieren. Wir schlagen vor einen „Runden Tisch“ Anfang 2017 zu bilden. Wir wünschen uns, dass die Gemeinde dazu die Initiative ergreift! Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, verteilen wir dieses Schreiben außer an den Gemeindevorstand an verschiedenste Stellen (Ortslandwirte, Fraktionen der Gemeindevertretung, Natur- und Vogelschutzvereine, Imker, diverse Jagdpächter,…). Frohe Weihnachten und alles Gute für 2017, Ihr 26.11.2016 - Zur Abschlussveranstaltung der Naturschutzring-Kindergruppe „Die Wiesel“ kamen am letzten Samstag 25 Kinder im Dorfgemeinschaftshaus Kölschhausen zusammen. Außerdem waren noch zahlreiche Eltern und Betreuer mit dabei. Auf dem Programm stand zunächst wieder das Weihnachtsbasteln mit Naturmaterialien, liebevoll von Monika Weller vorbereitet und geleitet. Diesmal wurden Mini-Weihnachtsbäume und Wichtel aus Abfallholz sowie Stoffstücken gebastelt. Nach etwa zweieinhalb Stunden waren die Arbeiten erledigt. Alle Teilnehmer hatten Spaß und waren stolz auf ihre Werke. Nun ging es an das gemeinschaftliche Aufräumen des Bastelraumes. Nachdem dieses erledigt war, konnten die Tische zum Mittagessen gedeckt werden. Zu Essen gab es, mittlerweile schon traditionell, wieder verschiedene Kartoffelvarianten, mit allerlei Quarkspeisen, die die Eltern mitgebracht hatten. Bei den Kartoffeln handelte es sich um die diesjährige Ernte der Wiesel auf dem von Henner Böhm zur Verfügung gestellten Kartoffelacker in Ehringshausen. Im Anschluss an das gemeinsame Essen wurde ein Bericht über die Situation der Wieselgruppe und Erwähnung aller Veranstaltungen 2016 vom Vorsitzenden des Naturschutzring Ehringshausen, Helmut Weller abgegeben, verbunden mit einem Dank an alle Helfer, besonders an die vielen Betreuer, die es ermöglicht haben ein vielfältiges und buntes Programm zu bieten. Insgesamt gab es 22 verschiedene Einsätze, die im Schnitt von 11 Kindern besucht wurden. Das Schwerpunktthema 2016 lautete „Amphibien“. Leider konnten wetterbedingt nicht alle geplanten Aktionen diesbezüglich durchgeführt werden. Die nach dem Bericht folgende Bilderschau weckte Erinnerungen an die Vielzahl und die bunte Vielfalt der Veranstaltungen. Erstmals wurden 2016 mit den größeren Wieseln auch Landschaftspflegarbeiten durchgeführt, zum Beispiel die Nachpflege des Magerrasengebietes „Seeberg“ bei Dreisbach im Februar. Der Naturschutzring-Vorsitzende war voll des Lobes über den Einsatzwillen der jungen Leute. So haben sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung eines ganz besonderen Lebensraums für Pflanzen und Tiere geleistet! Ein Großereignis 2016 war sicher das 2. Apfel- und Kartoffelfest im Oktober, zusammen mit der Gruppe „Senioren aktiv“ Ehringshausen und dem Obst- und Gartenbauverein Daubhausen in Ehringshausen. Das Fest war erneut ein voller Erfolg; es soll 2017 wieder zum Programm gehören. Im Anschluss an die Rückschau wurden die weiteren für das kommende Jahr geplanten Veranstaltungen bekannt gegeben. Heike Gimmler hatte dazu einen bunten Vordruck mit allen Angeboten und Terminen vorbereitet. Das übergeordnete Thema 2017 lautet „Natur in der Dämmerung und bei Nacht“. So ist zum Beispiel, zusammen mit der NABU-Gruppe Ehringshausen, die Aktion „Kobolte der Nacht – Den Eulen auf der Spur“ am 10. Juni 2017 geplant, wobei es auch um den Jahresvogel 2017, den Waldkauz geht. Der Beginn der Aktivitäten ist am Samstag, den 21. Januar 17. An diesem Nachmittag werden im nun fast fertig gestellten Werkraum für Wiesel und Senioren in dem gemeindeeigenen Anwesen Bahnhofstraße 29/31 Schlafkästen für Haselmäuse gebaut. Außerdem wird ein Film zu dem Thema bzw. allgemein zu nachtaktiven Tieren gezeigt. In der Dämmerung sollen die Kästen direkt an entsprechenden Stellen, wo eventuell die seltenen, zu den Bilchen gehörenden Tiere vorkommen, aufgehängt werden. Der Werkraum, wie auch die gegenüber liegenden Wohnräume, bisher Seniorenkaffee, sollen nach der Fertigstellung im kommenden Jahr und darüber hinaus intensiv von den Wieseln und von den Erwachsenen des Naturschutzrings allgemein genutzt werden. Deshalb schlägt der NRE vor, die Räumlichkeiten in Zukunft vielleicht besser Mehrgenerationenhaus zu nennen. 2017 sind ebenfalls wieder Arbeitseinsätze für die größeren Wiesel geplant. Außerdem soll das eine oder andere Treffen der Wiesel-Naturfotogruppe stattfinden. Neue Kinder, zunächst gerne auch nur zum Schnuppern, sind nach Voranmeldung immer herzlich willkommen.
Apfelsaftübergabe im Rathaus Ehringshausen

Apfelsaftübergabe im Rathaus Ehringshausen

16.11.2016 - Am vorletzten Donnerstag hat eine Abordnung des Naturschutzring Ehringshausen e.V. (NRE) 40 Liter Apfelsaft, alles abgefüllt in 3 Liter- und 5 Liter-Boxen (Bag-In-Boxen) im Rathaus Ehringshausen dem Bürgermeister der Gemeinde und Mitarbeitern des Umweltamtes übergeben, um damit symbolisch auf die Existenz und die Notwendigkeit der Erhaltung des Lebensraums Obstwiese auch in unserer Gemeinde hinzuweisen. Der Saft stammt von Äpfeln der gemeindeeigenen Obstwiese „Am Leimenfresser“ in Ehringshausen-Katzenfurt. In geringer Menge wurden beim Pressen noch Birnen von der Obstwiese „Im Tiefenbachsgraben“, Daubhausen beigemischt. Das Obst wurde vor einigen Wochen von den Kindern des Naturschutzrings, der Gruppe „Die Wiesel“ gesammelt und anschließend zu Saft verarbeitet. Das köstliche Getränk soll nun sowohl den Mitarbeitern/ innen der Gemeindeverwaltung sowie den Gemeindevorstandsmitgliedern und Gemeindevertretern bei ihren Sitzungen als regionales Produkt, 100% biologisch, zur Verfügung stehen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit den besonderen Bemühungen des NRE 2016 zur Erhaltung des Lebensraums (Streu-) Obstwiese. Die Aktivitäten werden 2017 und in den kommenden Jahren fortgesetzt.
2. Apfel- und Kartoffelfest am 15. Oktober 2016

2. Apfel- und Kartoffelfest am 15. Oktober 2016

15. Oktober 2016 - Zusammen mit der Gruppe „Senioren aktiv Ehringshausen“ und dem Obst- und Gartenbauverein Daubhausen fand am Samstag, den 15. Oktober 16 das 2. Ehringshäuser Apfel- und Kartoffelfest in der Bahnhofstraße von Ehringshausen statt. Von Seiten des Naturschutzrings waren die „Wiesel“ stark eingebunden. Diese hatten bereits im Vorfeld ca. 800 kg Bioäpfel auf einer gemeindeeigenen Obstwiese gesammelt. Das Obst wurde zu Apfelsaft haltbar verarbeitet und in 3 l - und 5 l – Boxen zum Verkauf angeboten. Die Nachfrage war groß. Während des Festes wurde von den Kindern, unter Anleitung, Apfelsaft frisch gepresst. Äpfel und Kartoffeln wurden verkauft. Außerdem gab es von Seiten des NRE Apfelwein und jede Menge Apfelkuchen, diese alle von den Eltern der Wiesel und von Betreuern/ Betreuerinnen gebacken und unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Schließlich zeigte der NRE wieder seine Ausstellung „Obstwiese, um auf den wertvollen Lebensraum hinzuweisen. Die anderen Gruppen präsentierten eine Apfelausstellung und verkauften weitere Produkte rund um den Apfel. Ferner gab es eine Pilzausstellung und eine Pilzberatung. Die Senioren hatten Kartoffelsuppe gekocht; von dieser Seite gab es auch Kartoffelpuffer mit Apfelbrei. Die gesamte Veranstaltung ist darauf ausgerichtet, den Besuchern den Wert heimischer Nahrungsmittel, 100 % ohne Chemie gereift bzw. gewachsen, vor Augen zu führen und im Idealfall Mitstreiter dafür zu gewinnen, wieder ein Stückchen Land der Kulturlandschaft in Bearbeitung nehmen, zum Beispiel eine Obstwiese. Der Gewinn des Festes geht zu 100 % in die derzeit laufenden Projekte in der Bahnhofstraße, entweder um die gemeinsame Werkstatt von Wieseln und Senioren weiter auszugestalten oder für den Ausbau der Gruppenräume in den gemeindeeigenen Anwesen 29/31. Nachdem die Aktion zu aller Zufriedenheit abgelaufen ist, wurde bereits das 3. Apfel- und Kartoffelfest beschlossen. Der Termin ist auch bereits festgelegt: Sa., 30. September 2017.
Aufstellung von zwei Insekten-Nistwänden

Aufstellung von zwei Insekten-Nistwänden

11. 10.2016 - Ein besonderes Anliegen des Naturschutzring Ehringshausen e.V. (NRE) ist es, etwas gegen den exorbitanten Rückgang der Insekten zu tun. Aus diesem Grund wurde von NRE-Vorstand der Bau von zwei großen Insekten-Nistwänden beschlossen. Ausführende waren die Schüler der Klasse 11BF2 der zweijährigen Berufsfachschule an der Werner-von-Siemens-Schule in Wetzlar. Die Schüler aus der Holzwerkstatt haben zusammen mit den Lehrkräften Karl Müller und Andreas Illgen die Stellwände nach Plan gebaut und vor ein paar Wochen an zwei Standorten in Ehringshausen aufgestellt. Die eine Wand wurde im Kirchgarten in Ehringshausen-Dillheim errichtet und die zweite in der Nähe der Grillhütte Niederlemp. Bisher sind die Konstruktionen noch ohne „Innenleben“. Dafür sollen nun die Kinder der Wieselgruppe des NRE sorgen. Sie werden in der jetzt fast fertiggestellten gemeinsamen Werkstatt von Senioren und Kindern in dem gemeindeeigenen Anwesen Bahnhofstraße 29/31 in der Ortsmitte von Ehringshausen, zukünftig „Wieseltreff“ genannt, Schiffrohre entsprechend vorbereiten und jede Menge Holzklötze mit Bohrungen verschiedenster Durchmesser versehen, um die Grundlagen für die Besiedlung durch Wildbiene, Schwebfliege und Co. anschließend vor Ort in die Kassetten der Insektenwände einzubauen. Alle hoffen dann auf einen guten Besatz im nächsten Jahr. Wir werden darüber berichten!
dm-Preis-Würdigung und Apfelernte

dm-Preis-Würdigung und Apfelernte

26. September 2016 Wiesel, Eltern und Betreuer feiern weitere Spendeneinnahme und sammeln Kelterobst auf der Gemeinde-Obstwiese „Auf dem Leimenfresser“ in Katzenfurt Am letzten Samstag war auf dem Gemeinde-Obstwiese „Auf dem Leimen-fresser“ am Ortsrand von Ehringshausen-Katzenfurt richtig was los. Über 30 Teilnehmer, Kinder und Jugendliche der „Wiesel-Gruppe“, einige Eltern und Betreuer waren bei herrlichem Frühherbstwetter der Einladung des Naturschutzring zu einem Treffen mit Arbeitseinsatz gefolgt. Zunächst galt es den morgens in der von dem Drogeriemarkt-Unternehmen ausgelobten und den Wieseln in diesem Jahr zugesprochenen Preis „HelferHerzen-Der dm-Preis für Engagement“ zu würdigen. 2016 hatten sich bei dm bundesweit etwa 10.000 Vereine und Gruppierungen um den Preis beworben. Geehrt und mit je 1.000 € belohnt wurden in 127 Regionalkreisen je 15 vorbildliche Organisationen, für den Bereich Mittelhessen auch „Die Wiesel“, die Kinder- und Jugendgruppe des Naturschutzring Ehringshausen e.V. für ihren mittlerweile mehr als 15 Jahre andauernden Einsatz in der Natur. Bei der Preisverleihung in Gießen gab es den HelferHerzen-Bambi, einen symbolischen Scheck und eine Urkunde. Für die Wiesel ist es nicht die erste Auszeichnung in diesem Jahr. Gefeiert wurde mit Apfelsaft, Sekt (für die Kinder alkoholfrei), Kaffee und Kuchen - und zwar im Schatten der alten Apfelbäume auf der vorgenannten Obstwiese. In dieser herrlichen Atmosphäre fühlten sich alle sichtlich wohl! Zwischendurch galt es Äpfel zu sammeln, die jetzt zu Apfelsaft verarbeitet werden. Dieser wiederum soll zum Teil beim großen Apfel- und Kartoffelfest am 15. Oktober 2016 in der Bahnhofstraße Ehringshausen in haltbarer Form in Boxen verkauft werden oder den Wieseln als Vorrat für das nächste Jahr dienen. Ein kleiner Teil soll auch der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt werden, um so Werbung für den Erhalt und die Pflege der gemeindeeigenen Obstwiesen als wichtigen Lebensraum für Fauna und Flora zu machen. Durch die große Anzahl der Helfer waren in kurzer Zeit etwa 800 kg Äpfel gesammelt.
Kartoffelernte 2016 erfolgreich

Kartoffelernte 2016 erfolgreich

14.09.2016 In den letzten Wochen waren wieder zahlreiche Wiesel, Eltern und Betreuer bei der diesjährigen Kartoffelernte aktiv dabei. Abermals hatte der Bio-Landwirtschaftsbetrieb Böhm aus Dillheim einen Teil seines Kartoffelackers, jetzt am Eisensteinweg in Ehringshausen, für den Anbau der Erdäpfel durch die Kindergruppe des Naturschutzrings, die Wiesel zur Verfügung gestellt. Nun galt es nach dem Erfolg zu schauen und die unterirdischen Früchte zu ernten. Aufgrund der nicht besonders günstigen Witterung war der Ertrag geringer als in den letzten Jahren, dennoch konnten viele Säcke gefüllt und die Helfer mit dem heimischen, besonders gesunden Produkt versorgt werden. Dem Naturschutzring ist es mit dieser Aktion besonders wichtig, auf die Möglichkeit der Nutzung regionaler Erzeugnisse hinzuweisen, wird doch damit der Erhalt der Kulturlandschaft gefördert und durch den Bio-Anbau besonders gesundes Lebensmittel vor Ort produziert. Dem Verein ist es auch sehr wichtig Betriebe wie den der Familie Böhm zu unterstützen. Die Verantwortlichen des Naturschutzrings bedanken sich nochmals auch auf diesem Wege sehr herzlich für die nun schon seit Jahren gewährte Hilfe bei der Kartoffelaktion. Ein Teil der diesjährigen Ernte wird am kommenden Samstag beim 2. Großen Apfel- und Kartoffelfest in der Bahnhofstraße in Ehringshausen in Kleinmengen zum Verkauf angeboten. Das Fest, das zusammen mit der Gruppe „Senioren aktiv“ und dem Obst- und Gartenbauverein Daubhausen durchgeführt wird startet um 12.00 Uhr. Es gibt nicht nur Kartoffeln und Speisen daraus, sondern auch verschiedene Produkte sowie Informationen rund um den Apfel.
Wiesel erhalten Spenden und sind den Greifvögeln auf der Spur

Wiesel erhalten Spenden und sind den Greifvögeln auf der Spur

09.07.2016 Auf Einladung der NABU-Ortgruppe Ehringshausen trafen sich am letzten Samstag etwa 20 Kinder der Naturschutzring-Kindergruppe „Die Wiesel“, mehrere Eltern und Betreuer bei der Schutzhütte des NABU am Waldrand oberhalb der Kerngemeinde. Das Thema lautete „Greifvögel“. Dafür hatte die Führungsmannschaft des NABU das Falkner-Ehepaar Gregor und Iris Klein aus Wilnsdorf eingeladen, die mit einigen Greifvogelpräparaten und einem lebenden Vogel, einem Habicht gekommen waren. Zunächst gab es allgemeine Informationen zur Falknerei und zur Beizjagd, bevor die ausgestopften und der lebende Vogel erläutert wurden. Wichtig war den Falknern festzustellen, dass heute für die Falknerei keine Tiere aus der Natur entnommen werden. Alle Greife stammen aus Nachzuchten. Gelegentlich können nachgezogene Vögel, bei sorgsamer Auswilderung sogar zur Stabilisierung der Wildbestände beitragen. Am Ende der Veranstaltung waren alle Teilnehmer zum Grillen eingeladen. Die von den Ehringshäuser NABU-Leuten für die Falkner vorgesehene Aufwands-entschädigung von 100 Euro nahmen diese nicht an, sondern spendeten das Geld der Kindergruppe „Die Wiesel“. Schon vorher, am Beginn der Veranstaltung, hatten die Vertreter des Ortsbeirats Ehringshausen, Sebastian Koch und Jürgen Keiner eine Spende in Höhe von 200 Euro an die Kindergruppe übergeben, so dass der Vormittag nicht nur informativ und spannend für die Kinder war, sondern auch zu einer besonders lohnenden Aufbesserung der Vereinskasse wurde.
Vogelstimmenwanderung 2016 in Ehringshausen

Vogelstimmenwanderung 2016 in Ehringshausen

22.05.2016 Eine sehr schöne Vogelstimmenwanderung fand am letzten Sonntag in Ehrings-hausen statt. Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich etwa 30 Teilnehmer, darunter einige Jungs und Mädchen der Kinder- und Jugendgruppe „Die Wiesel“, um den Vogelstimmen in Feld und Wald rund um Ehringshausen zu lauschen. Die sachkundige Führung lag wieder in den Händen des Vogelstimmenfachmannes und Hobby-Ornithologen Jan Heckmann aus Breitscheid. Veranstalter waren diesmal der Naturschutzring Ehringshausen und die NABU-Ortgruppe Ehringshausen. Bei der 2,5–stündigen Wanderung konnten insgesamt 51 Vogelarten gehört und gesichtet werden. Im Streuobstgebiet „Fischbachseit“ präsentierte sich ein Gartenrotschwanz von seiner besten Seite; von einer Baumspitze herunter trällerte er sein ab-wechslungsreiches Lied. Unweit davon konnte ein Teichrohrsänger in einem eher ungewöhnlichen Lebensraum, einer Hecke verhört werden. Vermutlich war der Vogel noch auf dem Durchzug. Weiter Richtung Werdorf zeigten sich zwei Schwarzmilane kreisend am blauen Morgenhimmel. Besonderes Augenmerk galt dem Vogel des Jahres 2016, nämlich dem Stieglitz oder Distelfink. Die Teilnehmer erhielten ein Info-Heft und einige Hinweise zu den Problemen, unter denen dieser bunte Vogel besonders zu leiden hat. So fehlt ihm oft die geeignete Nahrung, nämlich Wild-sämereien, die in unserer heute allzu aufgeräumten Landschaft kaum mehr vorhanden sind. So erging ein Appell an alle, auch als Wusch an die Gemeinde zu sehen, etwas mehr Wildkräuter, z.B. auch hier und da mal ein paar Disteln in der Landschaft stehen zu lassen. Nach einem abschließenden Streifzug durch ein Waldgebiet erreichte die Gruppe die Schutzhütte des NABU Ehringshausen, wo fleißige Helfer bereits ein Feuer angezündet hatten, um über der Glut anschließend ein paar leckere Bratwürste, hergestellt aus Rindfleisch von Weidetieren aus der Region, zu grillen. Die Würstchen hatte der Naturschutzring bei einem hiesigen Bio-Landwirtschaftsbetrieb besorgt. Der NRE möchte damit regionale Produkte unterstützen und einen Beitrag zur ökologischen Landbewirtschaftung leisten. Bei Wurst, einem Umtrunk und anregenden Gesprächen klang die harmonische Veranstaltung gegen Mittag aus.
Kartoffelsetzen 2016 und weitere Veranstaltungen

Kartoffelsetzen 2016 und weitere Veranstaltungen

07.05.2016 Am letzten Samstag war es wieder soweit. Das mittlerweile schon traditionelle Kartoffelsetzen fand auf einem Acker oberhalb von Ehringshausen, „Am Obersten Rothen Stein“ statt. Abermals hat der Bio-Landwirtschaftbetrieb Böhm aus Dillheim einen Teil seines diesjährigen Kartoffelackers für den Anbau der Erdäpfel durch die Kindergruppe des Naturschutzrings, die Wiesel, reserviert. Bei tollem Wetter machten sich über 20 Kinder, Eltern und Betreuer an die Arbeit, die Feldfrüchte in die Erde zu bringen. Einen Teil der Kartoffeln, mit so interessanten Sortennamen wie Bamberger Hörnchen, La Ratte, Laura und andere, wurden von Hand gesetzt. Für den Großteil der Setzkartoffeln wurde jedoch eine Setzmaschine an einem Schlepper verwendet. Hier durften die Kinder ebenfalls mithelfen. Allen hat die Aktion großen Spaß gemacht und man ist schon ganz gespannt, wie die Ernte in diesem Jahr ausfallen wird. Die folgenden Aktivitäten der Wiesel gelten nun wieder der als Jahresthema gewählten Tiergruppe der Amphibien. Am Samstag, den 21. Mai gibt es eine Fahrt in den Südkreis bzw. in den Kreis Gießen, um Gelbbauchunken und Laubfrösche zu sehen oder zu hören. Eventuell wird auch noch ein Besuch auf dem Weinberg bei Wetzlar eingeschoben um sich über Amphibien dort zu informieren. Neue, interessierte Kinder sind herzlich willkommen.
Wanderung zur Dianaburg –    Dem Feuersalamander auf der Spur

Wanderung zur Dianaburg – Dem Feuersalamander auf der Spur

24.04.2016 Im Rahmen des Jahresprogramms der Naturschutzring-Kindergruppe „Die Wiesel“ fand am Sonntag, den 24.4.2016 eine Wanderung zur Dianaburg bei Daubhausen statt. Trotz winterlichen Wetters trafen sich etwa 30 Teilnehmer, Kinder, Eltern und Betreuer, in der Ortsmitte von Daubhausen, um von hier aus Fuß zu starten. Die Vorbereitung und Leitung der Veranstaltung hatten diesmal Helmut und Monika Weller übernommen. Am Ausgangsort gab es zunächst ein paar geschichtliche Hinweise zum Hugenottendorf Daubhausen. Nach ca. einstündiger Wanderung erreichte die Gruppe den Welscherborn, wo der Überlieferung nach Graf Wilhelm-Moritz zu Solms-Greifenstein im Jahr 1685 eine Gruppe hugenottische Flüchtlinge gefunden, aufgenommen und dann in Daubhausen und Greifenthal angesiedelt hatte. Der Welscherborn hat aber auch für eine bestimmte Amphibienart Bedeutung, nämlich den Feuersalamander (Lurch des Jahres 2016). So hörten die Teilnehmer, dass dieser Salamander gerne seine Larven in Quellregionen ablegt und sich selbst bevorzugt in den großen Buchenwäldern der Gegend aufhält. Weil ihre Haut feucht ist und nicht austrocknen darf, verstecken sich die Tiere tagsüber gerne unter dicken Steinen und Wurzeln, wo man sie gerade im Gebiet der Dianaburg um diese Jahreszeit normalerweise gut finden kann. Leider war es vermutlich zu kalt, so dass die Kinder bei ihrer Suche keinen Erfolg hatten. Trotzdem wurde es den Teilnehmern nicht langweilig. Der Pächter der Dianaburg hatte extra für die Gruppe den Turm geöffnet, damit alle die herrliche Aussicht genießen konnten. Gleichzeitig wurde ein Lagerfeuer angezündet, an dem man sich wärmen und die mitgebrachten Grillsachen sowie Stockbrot braten konnte. Nach weiteren Informationen zu der interessanten Tiergruppe der Amphibien allgemein und Hinweisen zu den kommenden Veranstaltungen ging es wieder zurück zum Ausgangsort, wo am Nachmittag eine für alle sehr schöne Wanderung ihr Ende fand.
Schwalbennester in Daubhausen angebracht

Schwalbennester in Daubhausen angebracht

12.04.2016 Obst- und Gartenbauverein tut etwas für den Vogelschutz Da es in Daubhausen keinen speziellen Verein gibt, hat dort der Obst- und Gartenbauverein (OGV) die Aufgabe des Vogelschutzes übernommen. In diesem Sinne wurden jetzt 10 Schwalbennester unter dem Dach der alten Schule, heute Hugenottenmuseum, in der Ortsmitte von Daubhausen angebracht. Die Aufhängung erfolgte mit Zustimmung des Eigentümers, der Gemeinde Ehringshausen. Für die Montage hatte freundlicherweise die Firma Heinrich Huttel ihren Hubwagen zur Verfügung gestellt. Die Nester wurden vom OGV und vom Naturschutzring Ehringshausen bezahlt. Nun hoffen alle, dass die Nester bald von den zwischenzeitlich bei uns eingetroffenen Mehlschwalben an- genommen werden und den Nutzern des Hauses Glück bringen werden, denn die Schwalben werden allgemein als Glücksbringer angesehen.
Ausstellung „Die Obstwiese“ im Rathaus Ehringshausen eröffnet

Ausstellung „Die Obstwiese“ im Rathaus Ehringshausen eröffnet

23. März 2016 Im Kreis einer unerwartet großen Schar von Teilnehmern aus Politik, Behörden, Verwaltung, Verbänden und Vereinen fand am letzten Mittwoch die Eröffnung der Ausstellung „Die Obstwiese – Lebensraum für Fauna und Flora, wichtig für den Menschen“ im Rathaus von Ehringshausen statt. Eingeladen hatten die Gemeinde und der Naturschutzring Ehringshausen e.V. (NRE), dieser als Initiator der bunten Bilderschau. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jürgen Mock erläuterte der Vorsitzende des NRE Helmut Weller den Hintergrund der Ausstellung. Mit den großformatigen Bildern, alle versehen mit Kurzinformationen zu dem Lebensraum „Streuobstwiese“ soll eine möglichst große Zahl von Mitmenschen angesprochen und Lust auf die Bewirtschaftung solcher Gebiete gemacht werden. Das Interesse des NRE und der Naturschutzverbände und -vereine am Erhalt und an der Ausweitung der Fläche dieser Biotope ist besonders wichtig, findet sich doch auf den Wiesen und auf den Bäumen eine große Artenvielfalt. Damit die früher viel häufiger vorkommenden Streuobstwiesen die gewünschte Funktion erfüllen, müssen sie extensiv bewirtschaftet werden. Dann sind sie nicht nur ein wichtiger Lebensraum, sondern liefern auch gesundes Obst aus der Region. Auch darum geht es dem NRE, wie Weller in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte. Nach den Erläuterungen des Vereinsvorsitzenden gab es Grußworte des Leiters der Abteilung Umwelt, Natur und Wasser des Lahn-Dill-Kreises, Michael Kipper, des stellvertretenden Vorsitzenden der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, Rudolf Fippl, des Vorsitzenden der Ende 2015 gegründeten Landschaftspflegevereinigung für den Lahn-Dill-Kreis, Hans-Werner Bender, gleichzeitig Bürgermeister von Sinn, und weiterer Teilnehmer an der Vernissage. Bei einem Glas seitens des NRE zur Verfügung gestellten Apfelsafts von Ehringshäuser Streuobstwiesen hatten die Besucher dann Gelegenheit, sich die Ausstellung in aller Ruhe anzuschauen und ins Gespräch zu kommen. Die Präsentation besteht aus 18 großformatigen Tafeln, die zum größten Teil beispielhaft die Bewohner der Obstwiesen zeigen, aber auch notwendige Arbeiten zum Erhalt der wichtigen Flächen unserer Kulturlandschaft vor Augen führen. Gleichzeitig wird veranschaulicht, dass „Obstwiese schmeckt“, denn das Obst liefert die Grundlage für Mus, Marmelade, Saft und Wein. Die Schautafeln, alles Aufnahmen des gleichzeitig als Naturfotograf agierenden Naturschutzring-Vorsitzenden Weller, sind mit kurzen Erläuterungstexten versehen, so dass es in kurzer Zeit möglich ist, sich einen Überblick zu dem Lebensraum Obstwiese zu verschaffen. Unterstützt wird dies durch die Auflage eines von NRE geschaffenen und jetzt der Öffentlichkeit vorgestellten Informations-Flyers. Die Ausstellung im Rathaus ist noch bis zum 20. Mai 2016 während der Öffnungszeiten zu sehen. Dann geht sie auf Wanderschaft in verschiedene Orte im Kreis. Unter anderem wird sie bei dem „Tag der Regionen“ am 9. Oktober 2016 in Sinn zu sehen sein.

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