Halbtagesausflug in das Erdbacher Karstgebiet

Die nun 4. Veranstaltung der Naturschutzring-Wiesel führte 25 Kinder und Erwachsene (Eltern und Betreuer) nach Breitscheid-Erdbach. Der Leiter der Aktion, Helmut Weller vom NRE hatte mit dem Vorsitzenden der Speläologischen Arbeitsgemeinschaft Hessen, Ingo Dorsten einen Besuch vereinbart. So konnten die Wiesel einen halben Tag in die Rolle von kleinen Höhlenforschern schlüpfen.

Nach der Ankunft in Erdbach wurde zunächst ein halbstündiger Film in 3D-Technik über die Arbeit der Höhlenforscher und über der Schönheit der Natur unter Tage in dem mittlerweile relativ weitläufig erforschten Höhlensystem Breitscheids gezeigt. Spannend für die Kinder war schon das Tragen spezieller Brillen, um die 3D-Effekte überhaupt sehen zu können. Die Kinder lernten auch, was es mit dem Begriff Karstlandschaft auf sich hat. Es ist eine Geländeform, die durch Höhlen im Untergrund in dem hier verbreiteten Kalksteingebirge infolge von Jahrmillionen andauernden Auslaugen im Gebirge durch natürlich säurehaltiges Wasser sowie den lokal danach folgenden Geländeeinbrüchen (Dolinen genannt) entstanden ist. Zum Karst gehören auch auswaschende Fließgewässer, teils unterirdisch fließende Bäche. Dies trifft für den Erdbach zu, der unterhalb von Breitscheid im Untergrund verschwindet und bei Erdbach wieder auftaucht. Die Wiederaustrittstelle besuchten die Wiesel nach der Filmvorführung.

Anschließend ging es in einen alten Steinbruch mit kleinen Höhlen in der Steinbruchwänden. Hier konnten die Kinder erstmals tätig werden. Mit Stirn- und Taschenlampen ausgestattet, suchten sie nach Edelsteinen in den kleinen Höhlen. Die Schätze hatten die Betreuer vorher in den Höhlen versteckt.

Ein Imbiss wurde beim Domizil der Höhlenforscher, einer umgebauten Trafostation, eingenommen. So gestärkt begab man sich nach der Pause zu den oberhalb liegenden Steinkammern, in denen ebenfalls Edelsteine gefunden wurden. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei. Nach gut drei Stunden Aufenthalt im Gebiet trat die Gruppe die Rückreise nach Ehringshausen an. Ein Naturerlebnis der etwas anderen Art nahm sein Ende.